Trickbetrug

Polizei mahnt zur Vorsicht

  • Reinhard Südhoff
    vonReinhard Südhoff
    schließen

Gießen(süd). Die Postkarte sieht einer Zustellnachricht der Post täuschend ähnlich, enthält eine persönliche Vorgangsnummer, ist handgeschrieben ausgefüllt und mit einem Stempel "Geprüft und freigegeben" sowie dem Hinweis "Persönliche Post, wichtiges Dokument" versehen. Eine solche Karte hatte Leser Rüdiger Becker aus Laubach dieser Tage im Briefkasten. Eine Prüfung durch die Polizei ergab: Finger weg von solchen Benachrichtigungen, ein unseriöses Gewinnspiel ist nicht auszuschließen, auch wenn direkte Hinweise zu einem Betrug nicht zu erkennen sind.

Becker war zunächst verunsichert, als er die Karte in Händen hielt, da er wirklich ein Paket erwartete. Da er nicht wusste, von wo die Ware verschickt wird, kam ihm auch die angegebene Telefonnummer, die er anrufen sollte, nicht verdächtig vor. Nachdem er die Karte jedoch gründlich gelesen hatte, kam ihm der Betrugsverdacht. Will da jemand persönliche Daten abschöpfen? "Sicherlich bin ich nicht der Einzige, der eine solche Karte erhalten hat", schreibt Becker und möchte vor dem möglichen Betrug warnen.

Eine Prüfung durch die Polizei ergab zumindest keine Entwarnung. Da ein unseriöses Gewinnspiel nicht auszuschließen ist, sollten auch andere Leser, die eine solche Karte erhalten haben, Vorsicht walten lassen und "auf keinen Fall irgendwelche Vorzahlungen entrichten", sagt Jörg Reinemer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums. "Wir empfehlen, auf solche Benachrichtigungen erst gar nicht einzugehen", bestätigt die Polizei, dass Becker richtig gehandelt hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare