Haushalte ohne Strom

Blitz schlägt in Trafo-Häuschen in Lich ein

  • Reinhard Südhoff
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Lich/Laubach (süd). Ein Blitzeinschlag in einer Schaltstation der OVAG beim Seniorenzentrum in der Straße Am Schlossgarten am Mittwochabend hatte Folgen für zahlreiche Haushalte, vor allem in Lich, aber auch in Laubacher Stadtteilen. Die Stromversorgung wurde im Laufe des Abends wiederhergestellt, die Reparaturmaßnahmen an der stark beschädigten Schaltstation werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Der gewitterbedingte Blitzeinschlag ereignete sich um kurz nach 19 Uhr, berichtete Steffen Musch von der Abteilung Bau und Betrieb der OVAG Netz GmbH. Automatisiert wurden Versorgungsleitungen und andere angeschlossene Betriebsmittel vom Netz getrennt, das führte in der Folge zum Stromausfall in der Kernstadt Lich sowie den Stadtteilen Langsdorf, Birklar, Arnsburg, Dorf-Güll sowie Ober- und Nieder-Bessingen. Ebenfalls betroffen waren die Laubacher Stadtteile Münster und Röthges sowie drei Transformatorenstationen in Hungen.

Trotz des Komplettausfalls der Schaltstation, die laut OVAG-Fachmann ein wichtiger Versorgungsknoten ist, konnte durch den Einsatz der vorhanden technischen Möglichkeiten in Verbindung mit gut geschultem Leitstellenpersonal ein Großteil der angeschlossenen Kunden bis gegen 19.45 Uhr wieder mit elektrischer Energie versorgt werden. Ausnahme war der westliche Stadtbereich in Lich.

In der zerstörten Schaltstation war es zu einem Folgefehler gekommen. Deshalb musste die betroffene Mittelspannungsstrecke (20 000 Volt) manuell durch die Rufbereitschaft der OVAG Netz gesucht und herausgeschaltet werden. Nachdem das passiert war, hatten auch die verbliebenen Anwohner gegen 20.45 Uhr wieder Strom - mit Ausnahme des Kolnhäuser Hofs. Dieser wird mit einem Notstromaggregat versorgt, bis die Kabelstrecke repariert ist.

Zu dem Schmorbrand im Trafo-Häuschen wurde auch die Licher Kernstadtfeuerwehr gerufen. Feuerwehrkräfte kontrollierten gemeinsam mit OVAG-Netz-Mitarbeitern die Station, aus der Rauchschwaden aufstiegen. Löschmaßnahmen mussten jedoch nicht vorgenommen werden.

Der Blitzeinschlag hatte noch Auswirkungen am Tag danach. So war im Rathaus die Telefonanlage gestört, die Stadtverwaltung nur über E-Mails oder Handys zu erreichen, berichtete Bürgermeister Julien Neubert. Laut OVAG können durch Blitzeinschläge kurzzeitige Spannungsspitzen (Überspannungen) entstehen und Auslöser für Schäden an elektrischen Anlagen sein.

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