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Nach schwerem Crash: Polizei setzt Hubschrauber zur Unfallrekonstruktion ein

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Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A5 bei Reinhardshain wurde eine Frau lebensgefährlich verletzt. Die Verursacher flüchteten. Die Polizei setzte zur Rekonstruktion einen Hubschrauber ein.

Eine 53-jährige Autofahrerin hat sich bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A 5 mit ihrem Auto mehrfach überschlagen und dabei zunächst lebensgefährlich verletzt. Die Verursacher kümmerte das nicht, sie fuhren einfach weiter.

Jetzt fahndet die Polizei nach einem Lkw- und einem Pkw-Fahrer.

Der Zustand der Frau hat sich inzwischen verbessert, sie befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr, berichtete ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen. Zur Rekonstruktion des Unfalls war am Freitagmittag ein Polizeihubschrauber im Einsatz, die Autobahn an der Unfallstelle kurzzeitig komplett gesperrt.

Plötzlich Fahrspur gewechselt

Der Unfall ereignete sich am Donnerstagabend gegen 19.15 Uhr in Höhe der Raststätte Reinhardshain. Nach ersten Ermittlungen war die 53-Jährige aus dem Landkreis Göttingen mit ihrem schwarzen Peugeot 206 auf dem linken der im dortigen Bereich der Autobahn drei Fahrspuren in nördliche Richtung unterwegs.

Ein Lastwagenfahrer wechselte dann plötzlich von der rechten auf die mittlere Spur und achtete nicht auf einen Pkw. Dessen Fahrer wechselte wegen dieses Fahrmanövers von der mittleren auf die linke Spur – und übersah offenbar das Auto der Frau.

Mehrfach überschlagen

Die Autofahrerin konnte einen Zusammenstoß mit dem ausscherenden Fahrzeug zwar vermeiden, kam jedoch mit ihrem Fahrzeug ins Schleudern und überschlug sich mit diesem in der Folge mehrfach.

Dabei zog sie sich unter anderem schwere Kopfverletzungen zu und wurde nach der Erstversorgung durch einen Notarzt von einem Rettungshubschrauber in die Universitätsklinik nach Gießen gebracht.

Nach dem Unfall fuhren sowohl der Lastwagenfahrer als auch der Pkw-Lenker in Richtung Kassel. Die Polizei hat inzwischen ein Verfahren wegen Unfallflucht eingeleitet.

Videoaufnahmen werden ausgewertet

Bereits am Donnerstagabend wurden umfangreiche Ermittlungen und Maßnahmen eingeleitet. Beamte der Autobahnpolizei befragten Autofahrer und werteten Videoaufnahmen aus.

Auch die Zeugenaufrufe zeigten erste Erfolge, berichtete Polizeisprecher Jörg Reinemer. Bis Freitagmittag meldeten sich bereits zwei mögliche Zeugen des Unfalls. Die Ermittlungen dazu dauern noch an.

Durch Videoaufzeichnungen konnte im Laufe des Freitags ermittelt werden, dass es sich bei dem gesuchten Laster um eine weiße Sattelzugmaschine der Marke Mercedes handelt. Oberhalb der Windschutzscheibe befand sich eine Aufschrift.

Wer hat Bitumen-Lkw gesehen?

Der Auflieger soll schwarz sein. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um einen Auflieger, der Bitumen geladen hatte. Auf dem Auflieger befinden sich die für einen Gefahrguttransporter notwendigen Zeichen. An der Rückseite des Aufliegers ist ein roter Kreis auf dem schwarzen Hintergrund zu erkennen.

Bei dem gesuchten PKW soll es sich um einen BMW handeln.

Zur Rekonstruktion des Unfallhergangs beauftragte die Staatsanwaltschaft Gießen einen Sachverständigen. Am Peugeot entstand Totalschaden, das Auto wurde sichergestellt.

Luftaufnahmen von der Unfallstelle

Am Freitagmittag wurde dann auch die Autobahn in nördliche Richtung nochmals für wenige Minuten gesperrt. Grund dafür war der Einsatz eines Polizeihubschraubers. Dieser fertigte Luftaufnahmen der Unfallstelle für den Sachverständigen an.

Die Polizei sucht Zeugen, die sachdienliche Angaben zum Unfallhergang und den bislang unbekannten am Unfall beteiligten Fahrzeugen und deren Fahrern machen können. Entsprechende Hinweise nimmt die Polizeiautobahnstation in Butzbach unter Telefon 0 60 33/70 43 50 10 entgegen.

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