Nachfrage soll wegen Pandemie einbrechen

Ölpreis-Sturz: Putin zeigt sich erstmals besorgt - Saudi-Arabien plant deutliche Offensive

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Ölpreise: Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich erstmals sehr besorgt gezeigt. Sein Staatshaushalt hängt stark vom Ölpreis ab, doch Saudi-Arabien plant eine Offensive. 

  • Russlands Präsident Wladimir Putin zeigte sich aufgrund des Ölpreis-Sturzes besorgt.  
  • Der Ölpreis sinkt stetig, ein Preissprung scheint unausweichlich.
  • Saudi-Arabien könnte mit der geplanten Steigerung der Fördermenge Nutznießer sein.
Moskau - Die Corona-Krise* zwingt auch Öl-Großexporteur Russland in die Knie. Präsident Wladimir Putin, der am Mittwoch einer Regierungssitzung per Videoschalte beiwohnte, sieht dringenden Handlungsbedarf. „Für unsere Wirtschaft ist das in der Tat eine sehr ernste Herausforderung“, meinte Putin. Daher seien Gespräche mit den Partnern beim Ölkartell Opec nötig. Der Sturz für Russlands wichtigsten Exportartikel sei, laut Putin, „sehr bedeutend“.

Putin besorgt: Telefonat mit Donald Trump - „Lage auf dem Markt entspannen“

Es war das erste Mal, dass Putin sich derart besorgt zeigte. Der Druck auf dem Markt ist angesichts des Preiskriegs mit Saudi-Arabien auch immens hoch. Der Staatshaushalt hängt von den Erlösen aus dem Ölverkauf ab. „Deshalb müssen wir gemeinsam mit den wichtigsten Förderländern und Nutzern solche Entscheidungen treffen, die die Lage auf dem Markt insgesamt entspannen“, so Putin. Russland tritt zudem für die Begrenzung von Ölfördermengen ein. In dieser Woche hatte der russische Präsident auch den US-Präsident Donald Trump* telefonisch kontaktiert, um sich über die Ölpreise auszutauschen.

Kremlchef Putin warnte, das Ölgeschäft könne aufgrund der Preise bald unterfinanziert sein. Außerdem könnte die Arbeit an vielen Förderstellen eingestellt werden. „Dann wird ein sehr starker Preissprung unausweichlich - und das braucht wiederum auch niemand“, sagte er.

Putin besorgt: Saudi-Arabien plant Markt-Offensive - Nachfrage-Einbruch wegen Corona?

Zuletzt waren die Ölpreise zuletzt deutlich zurückgegangen. Am Mittwochnachmittag (1. April) kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni 24,84 US-Dollar, 1,51 Dollar weniger als am Vortag. Russland richtete seinen Haushalt jedoch auf einen Preis von rund 42 US-Dollar für dieses Jahr aus.

US-Präsident Trump hatte zuvor Gespräche zwischen den Ölfördernationen Saudi-Arabien und Russland, die in einen Preiskrieg verwickelt sind, in Aussicht gestellt. Doch auch im April werden die Preise wohl niedrig bleiben. In Saudi-Arabien wird laut jüngsten Angaben eine deutliche Steigerung der Fördermenge geplant. Gleichzeitig wird erwartet, dass die Nachfrage wegen der Corona-Pandemie* weiter einbricht.

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