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A320neo

„Als Ad-hoc-Maßnahme“

Mögliches Sicherheitsrisiko: Lufthansa handelt - „Hoffen, dass Airbus das bald in den Griff bekommt“

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Die Flugaufsichtsbehörde EASA warnt vom Airbus A320-neo - Passagiere müssen sich nun umstellen. 

Frankfurt/Main - Freie Platzwahl gibt es in Lufthansa-Airbussen vorerst nicht mehr. Die Reihe 32 ist ab sofort tabu. Zumindest bei Fliegern vom Typ A320-neo. Grund sind Sicherheitsbedenken. Die Lufthansa lässt in diesen Maschinen nun die letzte Reihe frei. Die sechs Sitze würden bis auf Weiteres nicht mehr belegt, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft der Nachrichtenagentur dpa. Sie reagierten damit auf einen Hinweis der europäischen Flugaufsichtsbehörde EASA. 

Die EASA hatte vor gut einem Monat festgestellt, dass zum Beispiel bei einem sehr forschen Durchstarten nach einem abgebrochenen Landevorgang ein Sicherheitsrisiko bestehen könnte. Das sei zwar noch nie der Fall gewesen, aber bei Tests im Simulator sei das Szenario erkennbar gewesen.

Airbus-Sicherheitsrisiko: Lufthansa verzichtet auf Gewinn

Was verspricht sich die Lufthansa nun von einer leeren letzten Reihe? Wenn hinten keine Passagiere mehr sitzen, soll sich der Schwerpunkt des Flugzeugs leicht nach vorne verlagern. Voraussetzung ist, dass die Maschine voll belegt ist.

Der Lufthansa-Sprecher bezeichnete dies als „Ad-hoc-Maßnahme“ und führte weiter aus: „Wir hoffen, dass Airbus das bald in den Griff bekommt und wir die Sitze wieder anbieten können.“ Man setze darauf, das Problem über eine Softwarelösung zu beheben. Der A320neo hat insgesamt 180 Sitzplätze. Der Lufthansa-Konzern hat aktuell 20 dieser Flugzeuge im Einsatz. Wie Bild ausgerechnet hat, verzichtet die Airline damit bei jedem Airbus-A320neo-Flug freiwillig auf drei Prozent ihres Umsatzes.

Lufthansa erwägt Kauf von umstrittener Boeing 737 Max

Die Lufthansa überlegt seit Kurzem überdies, ein weiteres umstrittenen Flieger-Modell zu kaufen: Dieses Jahr waren zwei Maschinen des Typs Boeing 737 Max nur kurze Zeit hintereinander abgestürzt. Die Unglücke erregten weltweites Aufsehen. Doch bei der Lufthansa vertraut man Boeing offenbar weiterhin - der Konzern schließt den Kauf nicht aus.  Nach wie vor steckt der Flugzeugbauer Boeing aber in der Krise - die Luftfahrtmesse in Paris zeigte es.  Die Flugzeuge vom Typ Boeing 737 Max durften nicht abheben. Der US-Konzern versuchte es aber mit einer Charme-Offensive. Besonders große Verzögerungen könnten nun bald auf die Passagiere der Lufthansa zukommen. Den Reisenden droht am kommenden Wochenende ein neues Flug-Chaos: Bei der Lufthansa soll am Sonntag an den Flughäfen in München und in Frankfurt am Main gestreikt werden.

dpa/frs

Statt mit dem Flugzeugtyp hat eine japanische Airline ein Problem mit kleinen Kindern. Die sollen im Flieger nun gekennzeichnet werden.

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