Ölpumpe in Texas. An den Finanzmärkten sorgt vor allem die Entwicklung in den USA für eine nervöse Stimmung. Foto: Jacob Ford/Odessa American/dpa
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Ölpumpe in Texas. An den Finanzmärkten sorgt vor allem die Entwicklung in den USA für eine nervöse Stimmung. Foto: Jacob Ford/Odessa American/dpa

Sorgenkind USA

IEA erwartet stärkere Ölnachfrage nach Corona-Einbruch

Der Rückgang der Nachfrage nach Rohöl im zweiten Quartal war nicht so stark wie zunächst befürchtet ausgefallen, sagen Experten. Nun sehen sie den Beginn einer positiven Entwicklung.

Paris (dpa) - Die Internationale Energieagentur (IEA) hat die Prognose einer starken Erholung der Ölnachfrage nach dem Einbruch in der Corona-Krise bekräftigt.

Gleichzeitig warnte der Interessenverband führender Industriestaaten am Freitag im Monatsbericht aber auch vor hohen Risiken für die weitere Entwicklung der Ölnachfrage. Die jüngste Entwicklung in der Corona-Krise mit einer hohen Zahl von Neuinfektionen in den USA werfe "einen Schatten auf die Prognose", hieß es in dem Bericht.

An den Finanzmärkten sorgt vor allem die Entwicklung in den USA für eine nervöse Stimmung. Zuletzt hatte die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der größten Volkswirtschaft der Welt wieder einen neuen Höchststand erreicht.

Wie die IEA weiter mitteilte, sei der Rückgang der Nachfrage nach Rohöl im zweiten Quartal nicht so stark wie zunächst befürchtet ausgefallen. Die Experten erhöhten ihre Prognose für die Nachfrage in den Monaten April bis Juni um 1,5 Millionen Barrel pro Tag. In der neuen Schätzung gehen sie davon aus, dass die weltweite Ölnachfrage im zweiten Quartal um 16,4 Millionen Barrel pro Tag niedriger ausfallen dürfte als ein Jahr zuvor.

Für das gesamte Jahr 2020 geht die IEA von einer globalen Ölnachfrage von 92,1 Millionen Barrel pro Tag aus. Im Vergleich zu 2019 wäre dies ein Rückgang um täglich 7,9 Millionen Barrel. Damit ist die Jahresprognose ebenfalls etwas höher als im vergangenen Monatsbericht der Organisation. Für das Jahr 2021 erwarten die IEA-Experten einen Zuwachs der Nachfrage auf täglich 97,4 Millionen Barrel.

© dpa-infocom, dpa:200710-99-744345/3

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