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Das Briefporto der Post soll deutlich teurer werden.

Deutlich teurer

Deutsche Post sorgt für Preis-Hammer: Jetzt kommt die „größte Porto-Erhöhung aller Zeiten“ 

Das Versenden von Briefen soll noch 2019 deutlich teurer werden. Die Bundesnetzagentur erlaubte der Post einen großen Spielraum bei Preiserhöhungen.

Update vom 23. Mai: Das Porto der Deutschen Post für einen Standardbrief wird einem Medienbericht zufolge zum 1. Juli von derzeit 70 Cent auf 80 Cent steigen. Das Verschicken einer Postkarte werde künftig 60 Cent statt bislang 45 Cent kosten, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vorab aus ihrer Freitagsausgabe. Auch alle anderen Briefarten würden deutlich teurer. Die Post selbst wollte noch keine konkreten Angaben machen.

Die Post habe ersten Großkunden vorab mitgeteilt, wie stark sie die einzelnen Preise anheben wolle, berichtete die "FAZ". Demnach sollen die Preise für den Kompakt-, den Groß- und den Maxibrief um jeweils zehn Cent klettern. Auslandssendungen würden um 20 Cent teurer, Einschreiben um fünf Cent.

Porto-Erhöhung bei der Deutschen Post: Vor allem Privatkunden betroffen

Von "der größten Porto-Erhöhung aller Zeiten" seien in erster Linie Privatkunden und kleine Unternehmen betroffen, berichtete die Zeitung. Die Großkunden sollten durch eine Anhebung der Rabatte vorerst weitgehend verschont bleiben. Allerdings gelten die höheren Rabatte nur bis Jahresende. Danach müssten sich auch die großen Geschäftskunden auf einen beträchtlichen Preissprung einstellen.

Ein Post-Sprecher erklärte auf AFP-Anfrage, das "aktuelle Verfahren zur Festlegung der zukünftigen Briefpreise" sei "noch nicht abgeschlossen". Voraussetzung für die "Beantragung der geplanten Briefpreise" sei eine abschließende Entscheidung der Bundesnetzagentur. Die Behörde hat der Post einen Preiserhöhungsspielraum von 10,63 Prozent vorgeschlagen.

Video: Satte Porto-Erhöhung bei der Deutschen Post

Porto-Erhöhung: Deutsche Post macht noch keine Angaben zum Preis

Die Post rechnet damit, dass die Behörde den Antrag im Juni genehmigt. Die neuen Preise könnten dann ab dem 1. Juli in Kraft treten, wie der Postsprecher erklärte. Angaben zur Höhe der Portopreise wollte die Post zunächst nicht machen.

Die Regierung hatte im März eine Änderung der Post-Entgeltregulierungsverordnung beschlossen, die letztlich auch entscheidend für die Portohöhe ist. Die Bundesnetzagentur als Genehmigungsbehörde muss der Post durch die neuen Vorgaben einen größeren Preiserhöhungsspielraum einräumen.

Mit Änderung der Verordnung wird der Gewinnzuschlag für die Post anders berechnet. Bislang orientierte sich dieser Zuschlag an Postdienstleistern in ganz Europa - künftig werden Postunternehmen ausgenommen, die etwa wie auf Malta oder Zypern sehr klein sind oder wie in Rumänien reine Staatsunternehmen.

Preis-Beben bei der Deutschen Post: Porto kann ab Juli extrem steigen

Ursprünglicher Artikel: Briefliebhaber und Verbraucher allgemein müssen sich auf ein deutlich erhöhtes Briefporto einstellen. Der sogenannte Preiserhöhungsspielraum soll um 10,6 Prozent steigen - dies schlug die Bundesnetzagentur am Donnerstag in Bonn vor. 

Porto-Erhöhung: Bis zu 28 Prozent mehr sind möglich

Damit ist gemeint, dass die Gesamtmenge aller Einzelsendungen der verschiedenen Briefarten sich entsprechend verteuern kann. Das Porto für einen Standardbrief könnte aber noch stärker steigen - Branchenkreisen zufolge ist eine Anhebung auf bis zu 90 Cent möglich, aktuell sind es 70 Cent. Dann würde sich das Porto für andere Arten - ob Maxi-Brief, Kompaktbrief oder Postkarte - gar nicht oder kaum verteuern.

Deutsche Post: Neue Porto-Preise könnten ab Juli gelten

Das genaue Porto ist noch unklar - im Mai will die Netzagentur final entscheiden, danach legt die Deutsche Post die Preise fest. Die gelten dann voraussichtlich ab dem 1. Juli.

Bereits im Januar hatte die Bundesnetzagentur einen ersten „Preiserhöhungsspielraum“ für das Brief-Porto vorgeschlagen, damals waren es nur 4,8 Prozent. Dies war der Post zu wenig, sie drohte indirekt mit Job-Abbau. In der Bundesregierung stieß der ehemalige Staatsmonopolist mit seinem Anliegen auf Verständnis: Das Bundeswirtschaftsministerium brachte eine Verordnungsänderung auf den Weg, woraufhin die Netzagentur neu rechnen musste und dann auf den höheren Wert kam. Von Konkurrenten der Post kam scharfe Kritik - sie sehen den Bonner Konzern von der Bundespolitik begünstigt.

Im europäischen Vergleich ist das deutsche Brief-Porto allerdings aktuell nur im Mittelfeld.

Auch interessant: Bundesregierung will Rechte von Postkunden stärken

Angesichts sprunghaft gestiegener Beschwerden über Mängel bei der Postzustellung will das Bundeswirtschaftsministerium die Rechte von Postkunden stärken. Ein Ministeriumssprecher teilte am Samstag mit, die Bundesregierung habe „eine umfassende Überarbeitung des Postrechtsrahmens angekündigt“. „Dabei werden wir auch Anpassungen und Optimierungen im Hinblick auf Sanktionsmöglichkeiten bei Verstößen gegen postrechtliche Vorschriften prüfen.“ Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ darüber berichtet.

„Unser Ziel ist es, auch in Zeiten sinkender Sendungsmengen und zunehmender digitaler Konkurrenz eine qualitativ hochwertige und flächendeckende Versorgung mit Postdienstleistungen aufrechterhalten“, teilte der Ministeriumssprecher weiter mit. Ein Sprecher der Aufsichtsbehörde Bundesnetzagentur sagte dem „Tagesspiegel“, bisher gebe es keine Sanktionsmöglichkeiten.

dpa

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