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Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen

Börse in Frankfurt

Apples Umsatzwarnung weckt Konjunktursorgen und drückt Dax

Frankfurt/Main (dpa) - Eine Umsatzwarnung des iPhone-Konzerns Apple hat die Konjunktursorgen der Anleger wieder verstärkt: Der deutsche Leitindex Dax war unmittelbar nach Börseneröffnung am Donnerstag um mehr als 1 Prozent abgesackt, nachdem er zum Jahresstart noch moderate Gewinne verzeichnet hatte.

Im Handelsverlauf jedoch erholte sich das Börsenbarometer wieder etwas, so dass zuletzt noch ein Minus von 0,78 Prozent auf 10.497,33 Punkte zu Buche stand.

Der MDax als Index mittelgroßer Unternehmen verlor am Donnerstag 0,54 Prozent auf 21.582,86 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,64 Prozent nach unten.

"Anleger, die nach einem turbulenten Börsenjahr 2018 auf einen ruhigeren Start ins neue Jahr gehofft haben, wurden und werden weiter enttäuscht", schrieb Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader. Neben den Verhandlungen zwischen den USA und China im Handelsstreit rückten zunehmend die wirtschaftlichen Entwicklungen in China in den Fokus der Investoren. Die gestern veröffentlichten Stimmungsdaten aus der Industrie deuteten schon auf einen Rückgang der Konjunktur in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft hin.

Video: Apple korrigiert Umsatzprognose - Branche in Unruhe

Passend dazu erhielten diese Sorgen gestern Abend nach US-Börsenschluss neue Nahrung durch die Prognosesenkung von Apple. Das Weihnachtsgeschäft war für Apple deutlich schlechter gelaufen als erwartet. Die Nachrichten aus dem Silicon Valley belasteten auch hierzulande verschiedene Branchenwerte deutlich.

So brachen die Anteilsscheine des Halbleiterherstellers und Apple-Zulieferers Dialog Semiconductor als Schlusslicht im Nebenwerte-Index SDax um rund 8 Prozent ein. Die Anteilsscheine des Chipindustrieausrüsters Aixtron knickten um fast 7 Prozent ein. Im Dax hatten die Aktien des Chipproduzenten Infineon mit einem Verlust von rund 4 Prozent die rote Laterne inne.

Gefragt waren hingegen die Anteilsscheine der Lufthansa, die mehr als 1 Prozent gewannen. Der Billigflieger Ryanair muss die Rolle von Europas größter Fluggesellschaft für 2018 voraussichtlich erneut knapp der deutschen Fluggesellschaft überlassen, wie die jüngsten Passagierzahlen der Iren zeigen. Zudem gaben die Ölpreise zuletzt wieder deutlich nach, was bei den Lufthansa-Aktionären die Hoffnung auf niedrigere Kerosinpreise weckte.

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