1. Gießener Allgemeine
  2. Wirtschaft

Mitarbeiter erhält von Firma versehentlich das 330fache Gehalt – und taucht dann ab

Erstellt:

Von: Lisa Mayerhofer

Kommentare

Ein Mann geht mit seinem Koffer am Spreeufer entlang
Ein Angestellter in Chile hat von seiner Firma versehentlich das 330fache Gehalt überwiesen bekommen. (Symbolbild) © Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Ein Angestellter in Chile hat von seiner Firma versehentlich das 330fache Gehalt überwiesen bekommen. Als die Personalabteilung das Geld zurückforderte, verschwand der Mann spurlos.

Santiago – So viel Geld kann einem wohl schnell in den Kopf steigen: Ein chilenischer Angestellter ist getürmt, nachdem ihm sein Arbeitgeber versehentlich das 330fache seines Gehalts überwiesen hat, wie das US-Wirtschafts-Magazin Business Insider unter Berufung auf lokale Medien berichtet.

Chilene erhält das 330fache seines Gehalts – und reicht seine Kündigung ein

Der Versandassistent erhielt demnach am 30. Mai 165.398.851 chilenische Pesos (knapp 171.000 Euro) zu viel bei der monatlichen Gehaltsauszahlung von seinem Arbeitgeber, dem Wurstwarenhersteller CIAL Alimentos. Sein eigentliches Gehalt lag nur bei 500.000 chilenischen Pesos (knapp 517 Euro). Das entspricht etwa dem Durchschnittsgehalt in Chile. Die umgerechnet 171.000 Euro sind also ein gewaltiger Batzen Geld für einen durchschnittlich verdienenden Menschen in dem lateinamerikanischen Land.

Der Mann wandte sich laut Medienberichten erst an seinen Vorgesetzten und klärte ihn darüber auf, dass ihm zu viel Geld überwiesen wurde. So wurde die Personalabteilung auf den Fehler aufmerksam und forderte daraufhin das Geld von dem Versandassistenten zurück. „Er wurde darüber aufgeklärt, dass dieses Geld nicht der Bezahlung irgendeiner Dienstleistung entsprach“, zitiert die Zeitung Diario Financiero aus der Klageschrift des Unternehmens gegen den nun ehemaligen Mitarbeiter.

Auch in Deutschland müssten Mitarbeiter das Geld zurückzahlen

Denn dieser zahlte das Geld nicht zurück, sondern erschien nicht mehr zur Arbeitsstelle und ignorierte über mehrere Tage hinweg Anrufe sowie Nachrichten seines Arbeitgebers. Stattdessen reichte er über einen Anwalt seine Kündigung ein. Das Unternehmen erstattete schließlich Anzeige wegen Veruntreuung. Laut Medienberichten konnte der Mann aber noch nicht verhaftet werden.

Auch in Deutschland wäre das Recht aufseiten des Arbeitgebers: Wenn eine Firma ihrem Mitarbeiter hierzulande versehentlich zu viel Geld überweist, muss dieser das zurückerstatten. Nur in sehr wenigen Ausnahmefällen darf der Arbeitnehmer das zu viel ausbezahlte Geld behalten.

Auch interessant

Kommentare