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Oliver Zipse, bisher Produktionsvorstand der BMW AG - jetzt Chef.

Nachfolger gefunden

BMW: Nach Krüger-Rücktritt - neuer Chef steht fest

Vor zwei Wochen hat BMW-Chef Harald Krüger das Handtuch geworfen. Nun hat der Aufsichtsrat seinen Nachfolger benannt.

Update vom 22. August 2019: Der Chefwechsel bei BMW könnte nun noch ein Nachspiel haben: Die Bafin prüft Vorwürfe bezüglich der Kommunikation der Entscheidung durch den Münchner Autobauer.

Update vom 18. Juli 2019:  Der BMW-Manager Oliver Zipse löst Harald Krüger Mitte August als Konzernchef ab. Das beschloss der Aufsichtsrat des Münchner Autobauers am Donnerstag bei einer Sitzung im BMW-Werk Spartanburg in den USA. Der 55-jährige Ingenieur ist seit vier Jahren als Produktionschef für die weltweit 31 BMW-Werke verantwortlich und wird am 16. August den Vorstandsvorsitz übernehmen, wie das Unternehmen mitteilte.

Aufsichtsratschef Norbert Reithofer sagte: „Mit Oliver Zipse übernimmt ein führungsstarker Stratege und Analytiker den Vorstandsvorsitz der BMW AG. Er wird der BMW Group zusätzliche Impulse bei der Gestaltung der Mobilität der Zukunft verleihen.“

Krüger ist mit 53 Jahren jünger als sein Nachfolger, wollte aber seinen auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängern. Unter Krüger bewahrte sich BMW eine saubere Weste im Dieselskandal und schloss wichtige Partnerschaften bei Mobilitätsdiensten und beim autonomen Fahren. Kritiker warfen ihm vor, dass Mercedes BMW bei den Verkaufszahlen überholt und BMW seine Führungsrolle bei der Elektromobilität eingebüßt habe.

BMW-Paukenschlag: Chef Krüger kündigt überraschend Rücktritt an - Grund wohl klar

Erstmeldung vom 5. Juli 2019: München - BMW-Chef Harald Krüger hat seinen Rückzug von der Spitze des Autobauers angekündigt. Er wolle sich „beruflich neu orientieren", erklärte Krüger am Freitag. Nach Unternehmensangaben will sich der Aufsichtsrat in seiner nächsten Sitzung am 18. Juli mit der Nachfolge befassen, bis zu einer Entscheidung bleibe der Vorstandschef im Amt.

BMW-Chef tritt ab - Grund offenbar klar

Laut Spiegel-Informationen wollte der BMW-Chef einer drohenden Absetzung durch das Gremium zuvorkommen. In einer Mitteilung sagte Krüger: „Nach über zehn Jahren im Vorstand, davon mehr als vier Jahre als Vorstandschef der BMW Group, will ich mich nun beruflich neu orientieren." Die Zukunft des Managers stand schon seit mehreren Wochen infrage. Erst vergangene Woche sorgte der Automobilriese für Schlagzeilen, als ein Deal zwischen BMW und dem FC Bayern platzte. Auf tz.de* erfahren Sie die wahren Gründe für den gescheiterten Deal.

Nachfolger von BMW-Chef Krüger steht offenbar fest

Nachfolger von Krüger könnten der Entwicklungschef Klaus Fröhlich oder Produktionsvorstand Oliver Zipse werden. Laut Spiegel genieße Fröhlich zwar einen Ruf als brillanter Techniker, doch sei er wohl zu aufbrausend. Hinter Zipse hingegen stehen die Arbeitnehmervertreter, doch sei er zu blass. Außerdem ist der Produktionschef im Vorstand umstritten.

Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung soll Oliver Zipse neuer Vorstandsvorsitzender werden. Der 55-Jährige könnte schon in der kommenden Aufsichtsratssitzung am 18. Juli ernannt werden, wie die Zeitung am Freitag unter Berufung auf Konzernkreise berichtete. Zipse war im Mai 2015 in den Vorstand des Konzerns berufen worden und folgte damals Krüger auf dem Posten des Produktionsvorstands.

Nun habe er die besten Aussichten auf den Vorstandsvorsitz, schrieb die FAZ. Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich solle sein derzeitiges Amt fortführen. BMW wollte dies demnach am Freitag nicht kommentieren.

BMW-Chef Harald Krüger kündigt seinen Rückzug aus dem Unternehmen an

Harald Krüger ist seit 1992 beim bayerischen Automobilhersteller angestellt, 2008 wurde er erstmals in den Vorstand bei BMW berufen. Seit 2015 ist Harald Krüger Vorsitzender des Vorstands bei BMW.

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Aufsichtsratschef Norbert Reithofer erklärte, er nehme diese Information mit Respekt und Verständnis entgegen. Krüger wird ein zu zögerlicher Umbau zur Elektromobilität vorgeworfen. In den vergangenen Tagen gab es bereits Berichte, der Aufsichtsrat wolle seine Amtszeit nicht verlängern. Währenddessen verkündet die Deutsche Bank einen Milliarden-Verlust und muss 18.000 Jobs streichen.

Video: BMW-Chef Krüger dankt ab

AFP, dpa

Zuletzt musste BMW erneut Autos zurückrufen. Wie nun bekannt wurde, betrifft er rund 274.000 Autos allein in Deutschland.

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