"Dorfspatzen": Närrischer Cocktail mundet den Weibern

Wölfersheim-Berstadt (sto). Am schmutzigen Donnerstag ist allgemein Weiberfastnacht - eine Woche früher schon war es in Berstadt soweit. In der Mehrzweck-Narrhalla zelebrierten die weiblichen "Dorfspatzen" ein vierstündiges Programm, das die Besucher rundum zufriedenstellte. Auch dank der Kapelle "Sunbow" war die Stimmung vom ersten Moment an top.

Die Präsidentinnen Katharina Musch und Sharon Schaad stellten den Elferrat einzeln vor, bevor die BCV-Garde unter Eva Weinelt den ersten stürmischen Applaus erhielt. Für den ersten Showtanz waren die "Hyper Happy" aus Hungen-Rodheim aus dem Wilden Westen gekommen, ABBA-Rhythmen erklangen bei der Darbietung der "Guten Jahrgänge" der Wohnbacher Landfrauen, für deren Choreographie Anja Hofmann verantwortlich war. Und die "Teenager Spätlese" der Wölfersheimer "Motten" kam auf wackligen Planken mit Schlagern zur See daher.

Zwischen den drei Showtänzen erwiesen sich Tanja Seipp und Ellen Rabenau als "Wilde Weiber" und wahre Stimmungskanonen. Und auch bei Monique Hubers Büttenrede als Kräuterhex' tobte der Saal.

Das mittlere Drittel der Weibersitzung eröffneten die BCV-Funkemariechen Corinna Gottwals und Melanie Moll, ehe die "Dancing Flames" der Feuerwehr Wohnbach den Damen einheizten. Dem schloss sich ein Männerblock an. Die "Gaudisänger" Dirk Doll, Andreas Rabenau und Sascha Rabenau waren aus Wölfersheim gekommen und trieben die Närrinnen mit ihren Liedern auf die Stühle.

Die Stimmung kühlte sich auch beim Männerballett "Menpower" aus Echzell nicht ab. Bodenständig kam Steffen Fett in seiner Stammrolle als das "Freudenmädchen aus dem Vogelsberg" in die Bütt und wusste wieder von zahlreichen amourösen Erlebnissen zu erzählen. Und zur späteren Stunde begeisterte er noch einmal als "Funkenmariechen".

Showtänze der "Disturbances aus Rodheim", einstudiert von Ann-Christin Schweiger, und der Wölfersheimer "Diamonds", die von Bärbel Schlott ausgebildet wurden, sorgten für weitere optische Leckerbissen im Gesamtmenü des Abends.

In diese Kategorie gehörte auch die Büttenrede von Stephan Musch, der als "Fenstergucker" immer wieder seine Tochter aufforderte: "Kathrinchen lass den Rolladen runter", um die Verfehlungen unserer Zeit in Berstadt bis hin zur großen Weltpolitik nicht mitansehen zu müssen. Während der obligatorische Stripper unter die Pressezensur fällt, war der Auftritt des BCV-Männerballetts "Spatzenruder Kasten" jugendfrei.

Trotz des kriminellen Hintergrundes - die Prinzessin war geraubt worden - schwebten die Ensemble-Mitglieder federleicht über die Fastnachtsbühne und führten den Krimi wie die gesamte Weiberfastnacht nach Mitternacht zu einem guten Ende.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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