Bald im Rathaus: Treffen, Kurse, Sprechstunden

Wölfersheim-Wohnbach (en). Aus dem alten Rathaus in der Obbornhofener Straße soll ein "Dorfkulturhaus" werden. Den Vorschlag des Gemeindevorstands hat das Parlament in seiner jüngsten Sitzung zwar noch nicht angenommen, sondern in den Bau- und den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen, jedoch nur wegen des Umfangs des Bauvorhabens, das zunächst im kleinen Kreis in den Ausschüssen besprochen werden soll. Die Umgestaltung des 1669 erbauten Hauses gilt als zentrales öffentliches Projekt der Wohnbacher Dorferneuerung.

Wölfersheim-Wohnbach (en). Aus dem alten Rathaus in der Obbornhofener Straße soll ein "Dorfkulturhaus" werden. Den Vorschlag des Gemeindevorstands hat das Parlament in seiner jüngsten Sitzung zwar noch nicht angenommen, sondern in den Bau- und den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen, jedoch nur wegen des Umfangs des Bauvorhabens, das zunächst im kleinen Kreis in den Ausschüssen besprochen werden soll. Die Umgestaltung des 1669 erbauten Hauses gilt als zentrales öffentliches Projekt der Wohnbacher Dorferneuerung.

In seiner Vorlage spricht der Gemeindevorstand von einem "markanten Gebäude mit hohem Identifikationswert", dessen Nutzung jedoch mangels Freiflächen und durch die steile Innentreppe erschwert werde. Auch steht das derzeit nicht genutzte Gebäude unter Denkmalschutz. Andererseits sieht Bürgermeister Rouven Kötter im Haus "ausreichend Flächen für multifunktionale Nutzungen", außerdem hat die Gemeinde schon angrenzende Grundstücksareale angekauft.

Bei Ortsterminen und Gesprächen haben der Planer, die Gemeinde und der örtliche Arbeitskreis Dorferneuerung längst erste Ideen für die Zukunft des einstigen Bürgermeistersitzes entwickelt: Ein "offener, soziokultureller Mittelpunkt" soll es werden, geeignet für Veranstaltungen, Kurse, Workshops, Gruppentreffen. Denn durch den Wertewandel und das Ende der Großfamilie komme der "Förderung von Nachbarschaft, der Stärkung von Selbsthilfefähigkeiten und der Entwicklung von Gemeindeidentität" besondere Bedeutung im Alltag zu.

Nicht unbedingt im Alten Rathaus stattfinden müssten die Veranstaltungen, aber man könne von dort aus die gesamte Angebotspalette für große und kleine Wohnbacher organisieren - so könne es "Kontaktbörse, Informationszentrum und Organisationshilfe" werden.

Seit November liegt auch schon ein vom AKD ausgearbeitetes Nutzungskonzept für die öffentlichen Räume im Erdgeschoss vor. Unter anderem sollen sie demnach genutzt werden von der Nachbarschaftshilfe, der Gemeindeverwaltung und dem Bürgermeister (für Sprechstunden), dem Altenclub, der Volkshochschule, der Seniorengymnastik, dem VdK, Hilfsorganisationen sowie den örtlichen Landwirten und Jägern.

Außerdem könnten Erzähl-Cafés, Lesungen, Ausstellungen und ähnliches stattfinden - sowie standesamtliche Trauungen in historischem Ambiente.

"Wohnen und arbeiten" ist das Motto für das Obergeschoss: Die Verpachtung der Räume an Existenzgründer soll ebenso denkbar sein wie eine zeitliche Vermietung an Studenten oder Mitarbeiter ortsansässiger Firmen. Die Miete soll zur Deckung der Betriebskosten dienen, ebenso wie Einnahmen aus Seminaren, Eintrittsgebühren und aus der Vermietung der Erdgeschossräume an Firmen und Organisationen.

Die Kosten schätzt der Gemeindevorstand auf 550 000 Euro, das Gros davon gilt als förderfähig. Die Gelder hat die Gemeinde für 2012 im Investitionsprogramm. Sollten die Fördermittel aus der Dorferneuerung schon 2011 zur Verfügung stehen, ist an ein Vorziehen des Projekts gedacht.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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