Neuer Hochbehälter für Rodheim

Rosbach-Rodheim v. d. H. (sky). Wieder einmal steht für die Stadt eine siebenstellige Investitionssumme an - diesmal für den Bau eines neuen Hochbehälters, der die Trinkwasserversorgung in Rodheim auf lange Sicht sicherstellen soll.

Am Donnerstag unterzeichneten Bürgermeister Detlef Brechtel und Axel Schönrock vom beauftragten Ingenieurbüro Golükes aus Mühltal den Vertrag für das 1,3 Millionen teure Bauwerk. Golükes wird nun den Hochbehälter planen und festlegen, welche technische Ausrüstung verwendet wird.

"Der jetzige Hochbehälter am Kreuzweg ist nicht nur stark sanierungsbedürftig und technisch veraltet, sondern mit einem Inhalt von 800 Kubikmetern inzwischen viel zu klein", berichtete Brechtel. Eine vom Bürgermeister in Auftrag gegebene Studie belege, dass zur langfristigen Sicherung der Wasserversorgung ein Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1900 Kubikmetern benötigt werde. "Rosbach gehört zu den wenigen Städten in der Region, die über eine eigenständige Wasserversorgung verfügen", ergänzte er. Gefördert werde qualitativ hochwertiges Trinkwasser zu vertretbaren Preisen. Das gelte es zu erhalten.

Laut Studie wird der tägliche Wasserverbrauch in Rodheim von derzeit 707 Kubikmetern pro Tag innerhalb der nächsten zehn Jahre voraussichtlich auf etwa 827 Kubikmeter steigen. "Außerdem brauchen wir Löschwasserreserven, falls es mal brennt."

Nach den Plänen der Stadt soll der alte Hochbehälter aus dem Jahr 1970, der über eine Rohrleitung aus dem benachbarten Tiefbrunnen gespeist wird, komplett stillgelegt werden. Nicht nur die Bausubstanz sei sanierungsbedürftig, sondern auch die gesamte Technik. Brechtel: "Ausschlaggebend für einen Neubau ist auch, dass umfassende Sanierungsarbeiten am alten Speicher bei laufendem Betrieb problematisch sind." Es könnte zu Engpässen in der Wasserversorgung kommen. Außerdem seien die Sanierungskosten nach derzeitiger Einschätzung genauso hoch wie die für einen Neubau.

Noch in diesem Jahr sollen die Planungsarbeiten abgeschlossen sein. Die eigentliche Baumaßnahme soll 2012 realisiert werden.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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