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Dachreiter ruht wieder auf Klosterkirche

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Handwerker in der Kirchturmzwiebel: Ungewöhnliche Arbeiten erfordern eben ungewöhnliche Maßnahmen.
Handwerker in der Kirchturmzwiebel: Ungewöhnliche Arbeiten erfordern eben ungewöhnliche Maßnahmen. © Felix Fischer

Rockenberg (fef). Das Dorf hat wieder eines seiner drei Wahrzeichen zurück: Seit gestern, 12 Uhr, ziert der sanierte Dachreiter wieder die hiesige Klosterkirche. Damit schmücken wieder drei Kirchtürme die mittelhessische Ortschaft.

Wer genau hinschaut wird auch den Wetterhahn erkennen, der noch am Samstag, einer alten Tradition entsprechend, beim Umzug durch Rockenberg getragen wurde.

In ein weißes Tuch gehüllt, brachten die Dachdecker den goldenen Gickel an seinen Platz an der Spitze. Das war freilich effektvoll, doch in Wirklichkeit sollte das Tuch des Gockels empfindliche Goldschicht schützen. Der Turm wurde am 15. Oktober vorigen Jahres in zwei Teilen abgenommen und am Boden wieder flottgemacht. Überpünktlich kam der Hexagon-Schaft am Dienstag auf das Dach der Kirche zurück. Knapp eine Stunde später folgte der obere Teil, die sogenannte Zwiebel.

Turmteile sind schwerer geworden

Im Zuge der Arbeiten haben die Turmteile mächtig an Pfunden zugelegt: Während im vergangenen Jahr beim Abnehmen der Schaft knapp 4,5 Tonnen wog, schätzten die Handwerker ihn nun auf circa 7,4 Tonnen. Die Zwiebelspitze legte ebenfalls an Gewicht zu: von sechs auf rund 7,6 Tonnen.

+++ Weitere Fotos von der Montage des Dachreiters finden Sie hier

Die Gewichtzunahme komme auch von den neuen Balken und den Schieferschindeln. An der Zwiebel waren laut Ulla Schmidt (Hessisches Baumanagement) etwa 80 Prozent der tragenden Holzteile »so schadhaft, dass sie ausgetauscht werden mussten.«

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