Wenn sich eine Ölspur als Milchspur entpuppt . . .

Reichelsheim-Beienheim (pm). "Achtung. Achtung. Alarmierung für die Feuerwache Reichelsheim-Beienheim. Stellen Sie Ersatzbereitschaft her", tönte es kürzlich aus den Funkgeräten im Feuerwehrhaus. Mitglieder und Betreuer der Jugendwehr hatten sich getroffen, um beim ersten Berufsfeuerwehrtag nicht nur für den Ernstfall zu trainieren, sondern auch, um nachzustellen, wie ein Tag bei der Berufsfeuerwehr ablaufen könnte.

Neben Unterrichtseinheiten und Erholungsphasen gab es auch unangekündigte Einsätze.

Nach einer kurzen Einweisung sowie der Verteilung der Positionen ging es mit der ersten Unterrichtseinheit los: Sitzordnung im Fahrzeug, Funk und Personensuche standen auf dem Programm. Plötzlich ging der Alarm los, technische Hilfeleistung war gefragt. Eine Ölspur, die in Wahrheit eine Milchspur war, musste mit Holzspänen abgedeckt und mit dem Besen abgekehrt werden. Zurück im Feuerwehrhaus wurden die Fahrzeuge wieder voll bestückt. Bei der folgenden Einheit stand dann der Aufbau eines Leiterbocks sowie das Anlegen von Knoten an.

Auch dieser Unterricht wurde jäh unterbrochen. Eine Person namens Horst werde vermisst. Die jungen Floriansjünger wurden in Zweierteams aufgeteilt und schwärmten aus, um Horst zu suchen. Nach einiger Zeit wurde der leicht verletzt in einem Garten gefunden und dem Rettungsdienst übergeben. Anschließend wurde im Feuerwehrhaus das Nachtlager aufgebaut und zusammen eine DVD geschaut.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück mit dem Thema Brennen und Löschen weiter. Kaum war der letzte Versuch durchgeführt, ertönte erneut der Alarm: "Technische Hilfeleistung - Verkehrsunfall. Eine Person im Auto eingeklemmt". Während ein Teil der Gruppe mit der Bergung begann, sperrte der andere die Einsatzstelle ab und baute den Dreifachschutz, bestehend aus Schaum, Pulver und Wasser, auf.

Auch nach dem Essen konnte die Jugendfeuerwehr ihren geplanten Tagesablauf nicht einhalten, da die nächste Alarmierung folgte: "Feueralarm". Am Einsatzort angekommen, mussten Maßnahmen zur Brandbekämpfung des brennenden Holzstapels sowie zur Abschirmung des landwirtschaftlichen Gebäudes in unmittelbarer Nähe eingeleitet werden. Nach kurzer Zeit hieß es "Wasser marsch" aus drei Rohren. Wenige Minuten später meldete der Nachwuchs: "Feuer aus".

Zurück am Feuerwehrhaus mussten Schläuche gereinigt und aufgehängt werden. Kaum war das geschehen, hallte erneut ein Alarm durch die Fahrzeughalle: "Feueralarm". Am Einsatzort angekommen, stellte sich heraus, dass es sich um einen Fehlalarm handelte.

Der Berufsfeuerwehrtag wurde abschließend von den Betreuern als ein voller Erfolg eingestuft.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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