Timothy Bryan Heinle ausgezeichnet

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Ranstadt/Berlin (pm). Am vergangenen Wochenende hat der 19-jährige Jura-Student Timothy Bryan Heinle aus Dauernheim in Berlin an einer zweitägigen Veranstaltung zur Preisverleihung des diesjährigen Denktag-Wettbewerbes der Konrad-Adenauer-Stiftung teilgenommen. Nach einem bunten Programm am Vortag fieberten die besten 17 Teilnehmer und Teilnehmergruppen des bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerbes, bei dem die Teilnehmer eine Webseite zum Thema Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus gestalten mussten, am zweiten Tag der Preisverleihung entgegen. Am Ende konnte Heinle den zweiten Preis entgegennehmen, den er von Bundestagspräsident a. D. Norbert Lammert überreicht bekam. Ausschlaggebend waren seine Texte eines fiktiven Moments während des Holocausts, die selbst die erfahrene Jury überrascht hatten.

Ranstadt/Berlin (pm). Am vergangenen Wochenende hat der 19-jährige Jura-Student Timothy Bryan Heinle aus Dauernheim in Berlin an einer zweitägigen Veranstaltung zur Preisverleihung des diesjährigen Denktag-Wettbewerbes der Konrad-Adenauer-Stiftung teilgenommen. Nach einem bunten Programm am Vortag fieberten die besten 17 Teilnehmer und Teilnehmergruppen des bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerbes, bei dem die Teilnehmer eine Webseite zum Thema Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus gestalten mussten, am zweiten Tag der Preisverleihung entgegen. Am Ende konnte Heinle den zweiten Preis entgegennehmen, den er von Bundestagspräsident a. D. Norbert Lammert überreicht bekam. Ausschlaggebend waren seine Texte eines fiktiven Moments während des Holocausts, die selbst die erfahrene Jury überrascht hatten.

Texte helfen zu verarbeiten

"Ich habe jahrelang über die Ablehnung und Ausgrenzung, die mein eigener Vater mir entgegenbringt, geschwiegen", antwortet der 19-Jährige auf die Frage, wie er denn sein Schreibtalent entdeckt habe, "und erst als ich anfing, alles niederzuschreiben, konnte ich Teile davon verarbeiten." Mit seinen berührenden Texten qualifizierte sich Timothy im vergangenen Jahr auch als Kreis- und Hessenmeister für die deutsche Meisterschaft des U-20-Poetry-Slam, zog sich aber dann aus familiären Gründen von der großen Bühne zurück. Auch seine beliebten Bauchredner- und Zaubershows gehören der Vergangenheit an.

Das Schreiben hat der Dauernheimer aber nicht aufgegeben und so wird er als einer der Preisträger des Ovag-Literaturwettbewerbes auch in diesem Jahr wieder seinen Text in Schulen und auf Lesungen präsentieren. "Jede Lesung ist einzigartig", beschreibt der junge Mann seine Erfahrungen als mehrfacher Preisträger, "denn die Interaktionen mit dem Publikum sind jedes Mal ganz besondere Erlebnisse, auf die ich mich schon sehr freue." Und am Schluss verrät uns Heinle auch noch, dass er derzeit an einem großen Roman schreibe. Wovon das Buch handelt, erfahren wir allerdings nicht genau. "Mein Roman wird die dunkelsten Seiten der Menschen offenbaren", sagt er vage. Wann der Roman fertig sei, stehe noch in den Sternen, denn sein Jura-Studium und sein Job zur Finanzierung desselben gingen vor. So bleibe ihm nur wenig Zeit, und einen guten Roman müsse man schließlich wieder und wieder überarbeiten, bis jedes Wort am richtigen Platz sei.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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