Willi Ringkowski nimmt Abschied von Volksbank

Ober-Mörlen (hau). "Nunmehr ist es soweit. Bin dann mal weg. Und wenn meine Planungen sich so umsetzen lassen wie konzipiert, ist dies wörtlich zu nehmen." Mit diesen Worten leitete Willi Ringkowski seinen Abschied von der Volksbank Ober-Mörlen eG ein.

Nach über 30-jähriger Vorstandstätigkeit wurde der Vorstandsvorsitzende der selbständigen Volksbank jetzt in den Ruhestand verabschiedet. Bernd Feuerstein, Vorsitzender des Aufsichtsrats, dankte Ringkowski für seine hervorragende Arbeit. Die Vorstandsarbeit werden sich jetzt Vorstandsmitglied Andreas Wagner und Prokurist Thomas Emich teilen, der neu in den Vorstand berufen wurde.

Willi Ringkowski trat 1979 als Vorstandsmitglied in die Dienste der Volksbank Ober-Mörlen ein. Ihm wurde attestiert, viele wichtige Entwicklungsschritte initiiert oder mitgestaltet zu haben. "Die Planung und Ausführung des Bankerweiterungsbaus 1985 war ein zukunftsweisender Schritt", hieß es bei der Verabschiedung. Seit 1996 habe er als Vorstandsvorsitzender die Geschicke der Bank maßgeblich bestimmt. In seiner Funktion als Marktvorstand sei Ringkowski insbesondere für das Kundenkreditgeschäft und die Eigenanlagen der Bank zuständig gewesen.

"Willi Ringkowski hat die Balance zwischen Sicherheitsorientierung und Renditeerzielung erfolgreich beherrscht, sodass die Bank immer gute Jahresergebnisse erzielen konnte", bescheinigten ihm seine Weggefährten. Die ständig steigenden rechtlichen und organisatorischen Anforderungen wie Euro-Einführung, Ausbau der EDV, VR-Controlling oder die von der Bankenaufsicht erlassenen Mindestanforderungen an das Bankgeschäft seien bestens gemeistert worden. "Die Volksbank Ober-Mörlen ist heute eine erfolgreiche Bank, die allen Anforderungen an eine Genossenschaftsbank gerecht wird." Auch für 2010 werde mit einem guten Wachstum gerechnet, die Ertragsentwicklung erreiche Bestwerte und die Mitgliederzahl von 1550 einen neuen Höchststand.

Er werde versuchen, mehr zu reisen, aktiv zu sein und seiner Freude an der Natur durch Bild und Wort noch mehr Ausdruck zu verleihen, ging Ringkowski auf seine Pläne ein. Den Rückblick auf sein Berufsleben kleidete er ins Bild des leidenschaftlichen Mountainbikers, als der er gelernt habe, mit Wegen jeder Art umzugehen. Eine gute Vorbereitung, Navigation, Technik und körperliche Fitness gehörten dazu, um Ziele zu erreichen. Der Weg dorthin sei hinsichtlich seiner Komplexität gleichwohl besser mit dem Fahren in einem gepflegten Auto zu vergleichen.

Den Mitgliedern und Kunden dankte Ringkowski und unterstrich, nie die Pflege des guten Chassis aus den Augen verloren zu haben. Sein Dank galt auch den Mitarbeitern, mit denen der Motor den Herausforderungen der langen Wegstrecke in jedem Drehzahlbereich gerecht geworden sei. Das Rechenzentrum habe die glänzende technische Ergänzung beigesteuert. Gemeinsam habe man sich in einem stabilen, sicheren Fahrzeug weiterbewegt, sich auf den heimischen Orts- und Landstraßen wohlgefühlt, Schlaglöcher, Hindernisse und schlechte Straßen gemeistert. Ein Auto dürfe Schrammen haben, müsse aber stets gut gepflegt sein.

"An das Steuer dieses Autos hat mich der Aufsichtsrat gesetzt, und gemeinsam mit den Kollegen haben wir Wege zum Ziel gefunden", dankte Ringkowski für die gute Zusammenarbeit mit dem Kontrollorgan. Er habe sich bemüht, ein guter und sicherer Autofahrer zu sein. "Nun hat das Auto ein Tandem am Steuer, mit dem es in Zukunft weiter sicher an sein Ziel kommen wird, und der Aufsichtsrat wird auf die Fahrtrichtung achten", schloss Ringkowski mit Glückwünschen an Wagner und Emich und alle Beteiligten.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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