AJC: Alle drei Jahre fallen 200 Schwaben auf dem Uhu ein

Ober-Mörlen (li). Überall auf dem Gelände des Freizeitheims "Uhu" bei Langenhain-Ziegenberg spielen und basteln Kinder in der Nachmittagssonne. 136 kleine und schon größere Knirpse sind diesmal dabei, erzählt Andreas Stradinger. Er ist "Mädchen für alles" bei der Freizeit, die von jungen Christen aus Schwaben ausgerichtet wird.

136 Gäste plus 60 Betreuer – das ist selbst für den traditionell gut besuchten "Uhu" ein Pfund. Das Freizeitheim liegt idyllisch am westlichen Ortsrand von Langenhain. Es besteht aus einem Gebäudekomplex mit großem und kleinem Trakt sowie einem schön angelegten, großen Zeltplatz. Camper können Küchen, Sanitärräume oder andere Räume nach Wunsch dazu buchen.

Die Aktiven Jungen Christen (AJC) sind alle Jahre auf Freizeit – und das will bei solchen Teilnehmerzahlen durchorganisiert sein. Für Küche, Spiel, Freizeit und Nachtwache werden viele Ehrenamtliche benötigt. Sogar einen "Banker" haben sie dabei, der das Taschengeld der Kinder verwaltet. Manche nehmen extra Urlaub und sogar zwei komplette Familien sind mit von der Partie. Einige fahren jedes Jahr mit, wechseln von der Jugend- in die Teeniefreizeit und danach in den Mitarbeiterstatus.

Die jüngeren Kinder sind in den Gebäuden untergebracht, die älteren wohnen in den Zelten. Der "Uhu" bietet sich förmlich an, weiß Organisator Stradinger: "Man hat genug Raum, um sich auszubreiten." Der AJC kommt alle drei Jahre, denn gar zu viele Campingmöglichkeiten dieser Größe und Ausstattung gebe es nicht. Genau gesagt: nur noch zwei. Und dorthin geht’s in den anderen Jahren.

Den Tagesablauf des AJC bestimmen außer Bibelarbeit im großen Zelt Freizeitaktivitäten wie Basteln, Spiele aller Art und Ausflüge. Jetzt ist die Freizeit so gut wie gelaufen, und Heimweh und Wespenstiche waren die größten Dramen – fürwahr eine gute Bilanz.

Das silberne Ungetüm in der Ecke des Parkplatzes zieht die Reporterblicke auf sich. "Das ist der Küchenwagen," erzählt Andreas Stradinger, "den hat ein Fertighausfabrikant gespendet".

Überall trifft man auf gut gelaunte Menschen, was nicht zuletzt der Qualität des Platzes zuzuschreiben ist, wie des öfteren durchklingt.

Das Küchenteam leitet Damaris Deitigsmann. Ihre Truppe hat gut zu tun während der zehn Tage. Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnack und Abendessen wollen zubereitet sein. Und dann muss gespült werden – das ist heiß und anstrengend, dennoch wirken alle entspannt – selbst als über dem Taunus die ersten Gewitterwolken aufziehen.

Träger des "Uhu" ist der Landheim-Arbeitskreis der evangelischen Jugend. Jugendgruppen, kirchliche Gemeinden, Organisationen und Schulklassen sind stets willkommen. Kontakt kann man aufnehmen über die Homepage www.freizeitheim-uhu.de oder über Nicole Huth unter Telefonnummer 06002/939099.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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