Neuer Blitzer kommt wohl nach Kaichen oder Ilbenstadt

Niddatal (udo). In Niddatal wird künftig von der Stadt geblitzt. In der Stadtverordnetenversammlung am Montagabend, wurde die Anschaffung eines mobilen und stationären Blitzers beschlossen.

Der Umfang war auf Vorschlag von Markus Nikleniewicz (Grüne) reduziert worden. Die Gesamtkosten betragen knapp 125 000 Euro. Er kann in einem Auto eingesetzt werden oder in einen Starenkasten, der wohl in Kaichen (Ortsausgang Richtung Heldenbergen) oder Ilbenstadt (B 45) installiert werden soll. Eine Entscheidung steht aber noch aus.

Zuvor hatte sich Dr. Dirk Schneider (SPD) gegen eine teure Blitzanlage ausgesprochen. Die SPD sei zwar für eine Geschwindigkeitsreduzierung, kenne aber günstigere Alternativen. So seien Dialog-Displays, die Autofahrern ihre Geschwindigkeit anzeigen, sehr wirksam. Nicht in Ordnung sei, dass eine Firma im kommunalen Auftrag Blitzanlagen gegen Einnahmebeteiligung betreibe. Sie bekomme einen Anteil für jede gebührenpflichtige Verwarnung, das restliche Verwarnungsgeld verbleibe der Stadt.

Dieter Eisenberg (Grüne) forderte, es müsse "nach langem Beschließen" endlich etwas geschehen, und fragte nach einer möglichen Beteiligung des Ordnungsbehördenbezirks (mit Florstadt, Ranstadt und Reichelsheim). Doch laut Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel zieht der noch nicht mit. Möglicherweise könne Niddatal, wenn es die Blitzer habe, damit für den Bezirk tätig werden. Saßmannshausen nannte die Vorlage, die letztlich beschlossen wurde, eine "Schmalspurlösung", die weitere Ausgaben fordere. Michael Hahn (CDU) meinte, die SPD sei "mittlerweile neidisch" auf den Antrag seiner Partei. Da der Verkehr in Ilbenstadt und Kaichen wegen der anstehenden Umgehungsstraßen in Wöllstadt und Heldenbergen zunehmen werde, müsse etwas unternommen werden.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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