150 Jahre Chorgesang in Ilbenstadt

Außerdem kann sich die Heimatliebe auf die Tradition des Vorwärts und der Germania berufen. Aus diesem Anlass fand im Bürgerhaus der Festkommers statt. Festredner war Heimatliebe-Notenwart Reinhard Schwarz. Außerdem standen mehrere Ehrungen an.

Den Freunden des Jubelvereins wurden nicht nur fundierte Redebeiträge, sondern mit sorgfältig einstudierten Gesängen auch ein beachtlicher Kunstgenuss zuteil. Eine kleine Ausstellung, die Reinhard Schwarz zusammengestellt hatte, informierte in Wort und Bild über die Geschichte des Chorgesangs in Ilbenstadt. Die Bilder von früheren Festumzügen und bezaubernd gestalteten Ehrendiplomen im Jugendstil werden im Jubiläumsjahr wiederholt gezeigt werden. Anliegen ist, mittelfristig einen würdigen und zugänglichen Ort für diese schönen Dokumente zu finden.

Für den Hessischen Chorverband wurden von Sängerkreis-Chefin Heidi Bauer-Klar einige Ehrungen vorgenommen. Seit 40 Jahren sind Helmut Purr, Konrad Braun, Karl Unterstab und Klaus Hochstadt aktiv.

Die Frage, weshalb von den Vieren nur drei außerdem den Ehrenbrief der Stadt erhielten, konnte Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel schnell klären: Heimatliebe-Vize Konrad Braun hat den Ehrenbrief wegen seiner langjährigen Vorstandstätigkeit längst bekommen. Zehn Jahre lang singen Gottfried Haas, Norbert Margraf, Kurt Rützel, Thomas Nau, Joachim Herbert und Siegfried Ziegler.

Es standen zudem vereinsinterne Auszeichnungen an. Das Gründungsmitglied Hans Braun wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Albert Ress ist seit 60 Jahren Mitglied. Lothar Blümlein und Herbert Lösch sind seit 50 Jahren dabei. 40 Jahre aktiv sind Helmut Purr, Konrad Braun, Karl Unterstab und Klaus Hochstadt. Seit 40 Jahren Mitglied sind Rudolf Kallinger, Herwig Fürtig, Theobald Hof, Friedrich Keil, Karl Klein, Norbert Messany, Oswald Rödl, Franz Schaaf und Karl Weber. Seit 25 Jahren sind Raimund Blümlein und Reinhold Bär dabei.

Die Kaffeehausmusik des Heimatliebe-Chorleiters Jörg-Alfons Hutter gewährte Pausen im dichten Programm. Lothar Lösch konnte als Unterhalter verpflichtet werden und bot "Lustige Lieder aus 150 Jahren" dar. Moderator Helmut Purr stimmte als Heimatliebe-Sänger mit dem Jubelchor Mozarts "Bundeslied" an, das festlich die Geselligkeit und den Gemeinsinn beschwor. Heimatliebe-Vorsitzender Reinhold Brucker begrüßte das Publikum, in dem sich zahlreiche Delegationen der Ortsvereine befanden.

Festredner Reinhard Schwarz blickte weit zurück, um die Sangeslust zu preisen. Bereits von der Gründung an haben nach seinen Worten der Cäcilia Mitglieder aller Stände angehört. 1893 wurde die Germania gegründet, 1911 nahmen über 30 Vereine am Wettstreit der Cäcilia zu ihrem 50jährigen Jubiläum teil, und 1920 wurde mit dem Vorwärts der dritte Ilbenstädter Gesangverein gegründet.

Am 12. Januar 1946 wurde die Heimatliebe gebildet, die 15 Jahre darauf beim 100jährigen Jubiläum der Cäcilia ein blühender Verein gewesen sei. Der Heimatliebe sei gelungen, die Traditionen der Vorgängervereine zu bündeln.

Schirmherr Dr. Bernhard Hertel machte sich Gedanken über den Begriff der Heimatliebe und hob den Einsatz des Jubiläumschors bei der Gestaltung der Feste der Ortsvereine hervor. Heidi Bauer-Klar betonte, Musik sei "die Sprache, die jeder versteht". Nachdem Purr das Grußwort von Landrat Joachim Arnold verlesen hatte, war "Sänger heraus!" der nächste musikalische Gruß der Jubilare. "Schäfers Sonntagslied" war dem festlichen Anlass trefflich angemessen.

Dirigent Jörg-Alfons Hutter wurde gelobt für seinen vielseitigen Einsatz für die Heimatliebe, der maßgeblich zu deren Erfolgen beitrage, und Manfred Steidl hatte als Ortskartellvorsitzender die Glückwünsche und Kuverts von 19 Vereinen dabei. Michael Hahn gratulierte für die Eintracht Kaichen und wies auf deren 125jähriges Jubiläum in zwei Jahren hin. Der Jubelchor verabschiedete sich mit einer Abfolge naturverbundener Lieder, welche Frühlingsfreude entfachten.

Auch das Open-Air-Konzert am Freitag, 17. Juni, wird von 19 Uhr an im Klosterpark den 150 Jahren des Chorgesangs in Ilbenstadt gewidmet sein.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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