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Gemeinsam mit Helene rocken die Wackenfans die Bühne des Bönstädter Bürgerhauses.

Fassenacht

Erste Wissegickel-Sitzung unter neuem Präsidenten

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  • Harald Schuchardt
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Ohne Sitzungspräsident zog der Elferrat bei der ersten Sitzung der Wissegickel am Samstagabend ins voll besetzte Bürgerhaus ein. Nach drei Jahren hat sich der bisherige Sitzungschef veranschiedet.

Ohne Sitzungspräsident zog der Elferrat bei der ersten Sitzung der Wissegickel am Samstagabend ins voll besetzte Bürgerhaus ein. In "Räuberzivil" kam Jan Fritsche der bisherige Sitzungschef, auf die Bühne, um sich nach drei Jahren von der Narrenschar zu verabschieden.

"Nichts ist so beständig wie die Veränderung", verkündete Fritsche als er mit Lukas Kretz seinen Nachfolger präsentierte. Zusammen mit der Garde zog Kretz in den Saal ein, ebenso wie wenig später Prinzessin Mareike Schultheiß, Prinz Mathias Wildemann, Hofdame Darleen Schäfer und Hofmarschall Benny Wildemann.

Kretz versprach eine bunte Narrenschau, die gleich mit einem Knaller begann: "Familienoberhaupt" Michael Hahn aus Kaichen trieb mit seinen Erzählungen über seine Familie, in der er nichts zu sagen hat, die Stimmung im Saal in die Höhe.

Urkomisch war Alexander "Vossi" Voss als Ludwig, der auf der Internetseite "Polen 24.de" seine Partnerin Olga (Joana Seltenrich) gefunden hatte. Das ungleiche Paar gab Beziehungstipps. Olga versuchte sich an der "Runkelroiberobbmaschin". Klar, dass hier alle mitgesungen haben.

Ortland Kretz dagegen hatte als "Wirt von de Hessewald-Hütt" Personalsorgen, da Sohn Lukas ja nun "den Job als Oberkapp übernomme‹ hat." Den holte er weg vom Elferratstisch und gab ihm in einem Vater-Sohn-Gespräch närrische Tipps aus seiner Bühnenerfahrung.

Umjubelte Premiere

Zwischen den Reden gab es einiges fürs Auge: Den Anfang machten die von Sonja Rausch trainierten acht Gardemädchen mit ihrem Gardetanz. Zwei Mal stand Annika Möller auf der Bühne. Zunächst brannte sie als Funke (Trainerin Tanja Schreitz) ein Tanzfeuerwerk mit Spagat, Handstand und Überschlägen ab. Wenig später feierte sie zusammen mit Kim Fünffinger eine umjubelte Premiere mit einer Akrobatik-Tanzshow mit Hebefiguren, die für Beifallsstürme sorgten.

Die Busfahrt einiger Metal-Fans nach Wacken war ein weiterer Knaller. Doch die sieben Frauen landeten bei einem Konzert von Helene Fischer (Darleen Schäfer). Das mischte die Truppe mit einer Tanzshow zu Rockklassikern ebenso mächtig auf, wie die Besucher im Saal.

Mit der Schwarzlicht-Show der vier "Chickendales", die einen "Rückwärts-Striptease" zeigten, ging es in den zweiten Teil. In die Welt der Zigeuner entführten die von Sonja Rausch trainierten zehn "Crazy Chicks". Gern gesehene Gäste sind die 15 Tänzerinnen der Showtanzgruppe "Dancing Flames" aus Wohnbach, die mit einer getanzten Achterbahnfahrt für Beifallsstürme sorgten. "Reflections of Clowns" war der Titel eines etwas anderen Clown-Tanzes der Tutti Fruttis (Einstudierung: Laura Meiß und Sonja Rausch).

Ein finaler Höhepunkt war der Auftritt von Katja Ranft und Klaus Mörschel aus Weckesheim. Als Ehepaar Brettschneider hatten sie eigentlich nichts zu erzählen. Doch es kam anders: Ihr Disput war ein furioser närrischer Schlagabtausch, der mit stehenden Ovationen gefeiert wurde. Letzteres galt auch für "Schlagerqueen" Manuela Finkernagel mit live gesungenen Hits von Nena bis Helene Fischer sowie für die Harry-Potter-Show des Männerballetts "Cool Runings" (Trainer: Alexander "Vossi" Voss) mit Lukas Kretz als Harry Potter und als Gast Tanja Schreitz als Hermine. Mit dem "Gickellied" endete die Narrenshow. Zur Musik des Duos "Flashdance" wurde noch lange weiter gefeiert. 

Quelle: Wetterauer Zeitung

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