Kinder auf dem Weg zu ihren Lernzielen individuell fördern

Nidda (ema). Zum zweiten Mal in kurzer Zeit hatte die Gudrun-Pausewang-Schule Ministerbesuch. Anfang November informierte sich Kultusministerin Dorothea Henzler über die tiergestützten Angebote der Schule, jetzt kam Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich.

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Dr. Erik Dinges und Konrektor Oliver Zyber kam Ministerin Puttrich auf den Tierschutzpreis des Landes zu sprechen, mit dem die Schule 2009 für ihren Einsatz von Schulhunden ausgezeichnet wurde. Sie übergab 500 Euro zur Unterstützung dieses Ansatzes.

Ein Blick zu den "Minis" in der Eingangsstufe, ein kleiner Eindruck vom Mathematikunterricht einer Grundstufe, ein kurzes Gespräch der Ministerin mit Jugendlichen, die im Sommer die Schule verlassen werden - schon dieser kurze Kontakt zeigte in den kleinen Lerngruppen sehr unterschiedliche Kinder und Jugendliche, die individuelle Begleitung brauchen. "Unsere Lehrkräfte müssen sich täglich Gedanken machen, wie jedes Kind auf dem Weg zu den Lernzielen gefördert werden kann", betonte Dinges.

Auch neue Aufgaben der Gudrun-Pausewang-Schule wurden deutlich. So brauchen manche Abgangsschüler eine Brücke von der Schule in die Arbeitswelt. Mit der Möglichkeit eines zehnten, schon berufsfeldorientierten Schuljahrs einschließlich von Langzeitpraktika in Betrieben ist ein erstes begleitendes Element gegeben. Angedacht im Kollegium wird auch die Gründung einer Schülerfirma im Rahmen des Lehrplans.

Das Eichelsdorfer Schulgebäude war das nächste Ziel der Ministerin. Die Abteilung Erziehungshilfe mit je neun Kindern und Jugendlichen in zwei Gruppen ist dort untergebracht. Konrektor Oliver Zyber erläuterte die Mehrfachfunktion dieses Schulteils von der Clearingstelle für umliegende Schulen, dem Unterricht mit der besonderen Förderung sozialer Fähigkeiten wie auch der Rückführung in den Regelbereich oder in spezielle Institutionen. Solch anspruchsvollen heilpädagogischen Aufgaben würden wesentlich erleichtert durch die gute Kooperation mit dem Verein Jugendhilfe Nidda, betonte Zyber.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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