Nur für Radfahrer: Neue Niddabrücke eingeweiht

Karben/Wöllstadt (hed). Nach 17 Wochen können Radfahrer und Fußgänger die Nidda im Feld zwischen Nieder-Wöllstadt und Burg-Gräfenrode wieder trockenen Fußes überqueren.

Am Montag wurde die knapp 450 000 Euro teure Brücke am Niddaradweg, deren Bau sich lange hinzog, offiziell für den Verkehr freigeben – wobei landwirtschaftliche Maschinen nicht mehr erlaubt sind.

Über 70 Jahre lang nutzen Landwirte, Radfahrer und Fußgänger die alte Betonbrücke über die Nidda gemeinsam. 2007 war sie von einem Gutachter als instabil bewertet worden – daher entschieden sich die im Zweckverband Niddaradweg beteiligten Kommunen Wöllstadt und Karben für einen Neubau. Die Verhandlungen darüber zogen sich über Jahre hin. Weil sie die Mehrkosten von knapp 100 000 Euro nicht tragen wollten, entschieden sich die Politiker letztlich für eine reine Rad- und Fußgängerbrücke – die Landwirte hatten das Nachsehen. Wie Karbens Bürgermeister Guido Rahn, der die Brücke mit seinem Wöllstädter Kollegen Alfons Götz eröffnete, sagte, hätten ein paar Landwirte ihre Acker getauscht, um die Umwege über Ilbenstadt oder Karben nicht fahren zu müssen. Andere würden noch verhandeln.

"Die Niddabrücke gewährleistet nicht nur eine wichtige Anbindung von Burg-Gräfenrode, Kaichen und Nidderau an den Niddaradweg. Mit ihr wird auch eine direkte Verbindung zur Hohen Straße geschaffen", betonte Ekkehart Böing, Sprecher des Zweckverbands, der sich die Baukosten mit dem Land Hessen teilt. Das Land zahlt 75 Prozent für die 270 000 Euro teure Aluminiumkonstruktion, 25 Prozent plus die anfallenden Vor- und Nacharbeiten der Verband. Die 24 Meter lange und 2,50 Meter breite Brücke war am Mittwoch angeliefert worden.

In den vergangenen Jahren waren immer wieder Bauzäune und Absperrgitter an der alten Brücke ins Feld oder in die Nidda geworfen worden. Den Bauarbeitern, die sich auch während der vergangenen Wochen zum Teil wüste Beschimpfungen anhören mussten, dankten die Politiker besonders.

Nächstes Jahr kommen neue Schilder

Nächstes Jahr soll es neue Schilder auf der gesamten Niddaroute geben. In Kürze wird der Radweg ab der Brücke bis zur B 45 in Ilbenstadt ausgebaut. Derzeit ausgebaut werden die Radwege an den Hochzeitswiesen in Nieder-Florstadt (inklusive Ampel an der B 275) sowie entlang der L 3188 bei Staden.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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