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Okarben fest in Narrenhand

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Von: Christine Fauerbach

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Die Konfettis rocken den Saal mit einer Après-Ski-Party.	(Foto: cf)
Die Konfettis rocken den Saal mit einer Après-Ski-Party. (Foto: cf) © Christine Fauerbach

»Okarben, Helau!«-Rufe tönen zu schmissigen Melodien durchs vollbesetzte Bürgerhaus. Die SKG hat zur Fremdensitzung eingeladen: Urgesteine und Nachwuchskräfte huldigen Gott Jokus

»Hinter und vor den Kulissen de SKG Okarben ist das Leben noch einmal so schön, vor allem in der närrischen Zeit ist es das Paradies«, schmettern die Besucher der Fremdensitzung der SKG Okarben. Die Vorlage mit »Hinter den Kulissen von Paris« haben Gerlinde und Gerhard Steuernagel geliefert. Flotte Tanzchoreografien und Gute-Laune-Musik wechseln sich mit heiteren bis kritischen Büttenreden und fröhlichen Schunkelrunden ab.

Zu den vielen Stammgästen gehört Thorsten Raschke. Der Okärber mischt sich jedes Jahr als Cowboy mit den zwei Gürteln alias »Double Belt Bill« unters Volk. »Mir gefällt hier vor allem das Lokalkolorit und die Mischung aus Büttenreden mit lokalem und internationalem Bezug, die verschiedenen Gesangs- und Tanzformationen. Zu den Knallern im Programm gehört für mich das Männerballett«, berichtet »Double Belt Bill«. Zudem kennt er die Aktiven, »das sind alles Okärber«. Nach dem offiziellen Teil freut er sich auf die lange Partynacht mit Alleinunterhalter Thomas Richter. Der Vollblutmusiker interpretiert bekannte Songs aus der deutschen Musikszene und den internationalen Charts. »Wir feiern hier bis morgens um fünf«, verrät SKG-Fan Raschke.

Vom Vorteil eines Fertiggerichts

Ein Feuerwerk aus guter Laune brennen die Gesangs- und Tanzgruppen wie die Konfettis bei ihrer »Après-Ski-Party« ab. »Macho, Machos nimmt man gern mit nach Haus« versichern die acht singenden Tänzerinnen, um gleich darauf zu verkünden, dass sich heute Abend die »Schickeria« im Okärber Bürgerhaus ein Stelldichein gibt. Das Publikum singt lautstark mit, klatscht im Takt oder tanzt im Saaleingang. Staubtrocken und genial ist der Vortrag von Büttenrednerin Brigitta Vancura. Sie plaudert übers Ehe- und Liebesleben von »Gerlinde und Gerhard Steuernagel«. In einem pinkfarbenen Traum in Rosa mit goldenem Krönchen auf dem Kopf klagt sie ihr Leid, dass Gerhard immer dicker werde. »Früher hab ich mich darüber aufgeregt, aber seit ich weiß, dass ich mir aus seiner Asche einen Diamanten machen lassen kann, freue ich mich über jedes Gramm.« Ihre bessere Hälfte kontert: »Hätte ich damals schon gewusst, dass es Fertiggerichte gibt, wäre ich nicht mit Gerlinde verheiratet, die nicht kochen kann.«

Bernd Lotko rockt bei seinem Auftritt als »Funkenmariechen« die Lachmuskeln der Narren. Seufzend und mit gekonntem Augenaufschlag berichtet Ina Momberger als »spätes Mädchen« von ihren Träumen und Erfahrungen bei Rendezvouz. Mit Tipps wie »Menschenkind, bedenke wohl, dein größter Feind ist Alkohol. Doch in der Bibel steht geschrieben, du sollst auch deine Feinde lieben. Prost!« stieß sie mit ihren Zuhörern an.

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Programm: Einmarsch des Elferrats, Auftritt des Funkenmariechens Zoe Momberger, Begrüßung durch Sitzungspräsident Robert Hinz, Büttenrede »Eltern sind peinlich« von Nikola Prochnio. Heidi Reuther teilt als Feuerwehrfrau und später als Pippi Langstrumpf aus. Die Minimäuse werfen einen Blick in die Steinzeit, Ina Momberger plaudert über ihre »Rendezvouz«, die Midimäuse holen »Papageien« auf die Bühne, Brigitta Vancura strapaziert als »Gerlinde« und Bernd Lotko als »Funkenmariechen« die Lachmuskeln. Die Konfettis lasse es bei einer Après-Ski-Party krachen.

»Hildegard & Klärchen« alias Bärbel Leonhardi und Tine Fauerbach kabbeln sich, die Tanzmäuse zeigen »Alice im Wunderland«, die Megamäuse entführen nach »Mexiko«, Reinhard Vancura stellt seine Talente als »Hausmann« unter Beweis, und die flinken Tanzmäuse wuseln als Bienen über die Bühne. (Fotos: cf)

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