Nachbarstädte kooperieren

Karben (pm). Die beiden Nachbarstädte Karben und Bad Vilbel planen eine engere interkommunale Zusammenarbeit. Dazu fanden auf höchster Verwaltungsebene unter der Leitung der Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr und Guido Rahn erste Abstimmungsgespräche statt, an denen Hauptamtsleiter Walter Lassek und Bauamtsleiter Eric Schächer (beide Bad Vilbel) sowie Verwaltungsleiter Hans-Jürgen Schenk (Karben) teilnahmen.

Karben (pm). Die beiden Nachbarstädte Karben und Bad Vilbel planen eine engere interkommunale Zusammenarbeit. Dazu fanden auf höchster Verwaltungsebene unter der Leitung der Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr und Guido Rahn erste Abstimmungsgespräche statt, an denen Hauptamtsleiter Walter Lassek und Bauamtsleiter Eric Schächer (beide Bad Vilbel) sowie Verwaltungsleiter Hans-Jürgen Schenk (Karben) teilnahmen. Ziel ist es, Aufgabenstellungen und Arbeitsbereiche zu finden, die man gemeinsam erledigen kann. "Mit der interkommunalen Zusammenarbeit sollen Synergieeffekte und finanzielle Einsparungspotenziale genutzt werden", heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Karbener Rathaus.

Als erste "mögliche" Themen wurden laut Mitteilung folgende erörtert: "Für die Kanaluntersuchung und Kanalspülung besitzt die Stadt Bad Vilbel einen eigenen Spülwagen. Die Stadt Karben dagegen vergibt hierzu Aufträge an Fremdfirmen. Zukünftig kann der Spülwagen auch in Karben eingesetzt werden. Die Auslastung des Fahrzeugs ist besser, die Stadt Karben muss keine Aufträge vergeben, spart Geld und zahlt geringere Leihgebühren an Bad Vilbel, die dafür nun Einnahmen verbuchen kann."

Angedacht werde auch eine engere Zusammenarbeit beider Bauhöfe, die nur wenige Kilometer voneinander entfernt liegen. Bad Vilbel führe bei Schnee ein Nassstreuen durch. Dazu werde eine besondere Lauge versprüht, die den Schnee zum Schmelzen bringt. Das Nassstreuen sei effektiver als Splitt. Die Stadt Karben könnte Füllungen aus dem Tank des Bauhofes Bad Vilbel erhalten und müsste sich dafür keinen eigenen Tank bauen, so die Idee.

Außerdem streben beide Städte einen gemeinsamen Personalpool von Bürgerarbeitern an. Bürgerarbeiter/innen werden im vom Bundesfamilienministerium geförderten Projekt "Eltern zurück in den Beruf" eingesetzt. Für den Wetteraukreis stehen hier 400 bewilligte Plätze von Bürgerarbeiter/innen zur Verfügung, die über die JobKomm vermittelt werden. Karben will hier nach eigenen Angaben so viele Bürgerarbeiter/innen wie möglich einsetzen, die auch für gemeinnützige Vereine tätig werden können. Da die Personen wie städtische Mitarbeiter verwaltet werden müssen, wollen Karben und Bad Vilbel diese Aufgabe gemeinsam bewältigen.

Gleichfalls wird überlegt, ob eine Zusammenarbeit im Bereich Freiwilliges ökologisches bzw. soziales Jahr möglich ist, so dass hier nur eine Verwaltung als Dienststelle fungiert.

Bei den Baumkontrollen vergibt die Stadt Bad Vilbel Aufträge an private Gutachter, während Karben qualifizierte Baumkontrolleure in der Stadtverwaltung beschäftigt hat, die in Bad Vilbel zukünftig die Baumkontrollen gegen Abrechnung mit übernehmen können.

Zur Überwachung des fließenden Verkehrs können beide Städte gemeinsam entsprechende digitale Geräte anschaffen und zusammen nutzen. Hiermit könnten Investitionsmittel eingespart werden.

Des Weiteren denken die Verantwortlichen über eine gemeinsame Materialbeschaffung nach. Größere Menge könnten kostengünstiger beschafft werden. "Hierzu bedarf es jedoch zunächst weiterer, organisatorischer Überlegungen", heißt es in der Pressemitteilung aus dem Karbener Rathaus.

Für diese Aufgabenfelder soll nun in weiteren Arbeitsschritten die Kooperation geprüft und vorbereitet werden. Darüber hinaus werden in weiteren Gesprächsrunden noch zusätzliche Kooperationsmöglichkeiten überlegt. Denn die beiden Bürgermeister sind sich einig, "dass durch die gemeinsame Zusammenarbeit der Städte viel Geld eingespart werden kann - und dies bei gleichbleibender Leistung für die Bürger".

Quelle: Wetterauer Zeitung

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