Landespolizeiorchester, "Intermezzo" und "Attacca" spielen

Karben (aho). Die "Windkraft" war gut in jedem Winkel des großen Saals zu spüren. Gemeinsam und "ökologisch einwandfrei" spielten die beiden Karbener Jugendorchester "Intermezzo" und "Attacca" sowie das Blasorchester der Landespolizeiorchester Hessen im Bürgerzentrum.

Gemeinsam musizierten sie zugunsten der musikalischen Arbeit an der Kurt-Schumacher-Schule (KSS). Die ist seit Jahren "Schule mit musikalischem Schwerpunkt" und arbeitet seit geraumer Zeit mit der Stadtkapelle zusammen. Der Eintritt war zwar frei, aber, wie Schulorchesterleiter Yorck Ruffmann den zahlreichen Gästen ans Herz legte, es durfte gespendet werden.

Damit das Konzert aber nicht nur ökologisch, sondern auch musikalisch korrekt funktionierte, hatten sieben Polizeimusiker den verschiedenen "Registern" der Jugendorchester und damit rund 100 Schülerinnen und Schülern den letzten Schliff für die ausgewählten Stücke gegeben. Mit Erfolg, denn dass "Intermezzo" und "Attacca" erst seit Beginn des Schuljahres zusammen spielen, hörte man den jungen Musikern, die vor der Bühne des großen Saals platziert spielten, nicht an.

Auch das zwischenzeitliche Zusammenspiel mit dem Polizeiorchester, das auf der Bühne saß, klang schon ziemlich professionell. Dabei sorgten rund 135 Holz- und Blechbläserinnen und -bläser für die nötige "Windkraft" im Bürgerzentrum.

Wechselnde Stabführung

Unter der wechselnden Stabführung von Claus Carsten Behrendt und Yorck Ruffmann spielten die jungen Musiker sehr energiegeladene Stücke. Sie begannen mit "Windpower" und ließen unter anderem – gemeinsam mit dem Landespolizeiorchester – "Electricity" und "Aztec Fire", die Titelmelodie aus "Back to the Future", folgen. Zwischendurch boten sie auch englische Suiten aus dem 10. Jahrhundert und Michael-Jackson-Stücke als "Tribute to the King of Pop". Gemeinsam mit den Profis vom hessischen Polizeiorchester ließen die Nachwuchsmusiker dann im "Powerplay" die Muskeln spielen.

"Wir wurden angesprochen, ob wir die musikalische Arbeit der Schule nicht mit einem Konzert unterstützen möchten, und da sind wir natürlich gern gekommen", erinnert sich Walter Sachs vom Landespolizei-Orchester. So war das erste Konzert im vergangenen Jahr entstanden. Weil die Zusammenarbeit so gut war, blieb die Neuauflage eines Benefizkonzerts, das zugleich auch eine motivierende Schulung für die jungen Musikerinnen und Musiker war, nicht aus.

Über die Qualität des Konzerts zeigten sich die Jugendleiterin der Stadtkapelle, Katia Schmitt, und der Schulleiter der KSS, Franz Wild sehr angetan.

28 Landesmusiker

Nach der Pause erfreuten die 28 Polizeimusiker ihr Publikum mit "Seventh Night of July", einem Anklang auf einen japanischen Feiertag und mit "Yagibushi", einem in Japan populären Stück, um an die Katastrophe von Fukushima zu erinnern.

Dem schlossen sich ein Bert-Kaempfert-Medley, der südamerikanische "Mambo Jambo" und Stücke aus dem "Starlight Express" zu einem gelungenen Abend an.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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