Keine Photovoltaikanlage auf dem KSV-Vereinsheimdach

Karben (pe). Am Vereinshaus des KSV Klein-Karben ist von Sommerpause nichts zu spüren. Das Vereinsheim und die Nebengebäude sind eingerüstet, denn die Fassaden werden isoliert und das Dach saniert. Allerdings wird es eines vorerst nicht geben: Die vom Vorstand gewünschte Installation einer Photovoltaikanlage. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung fand sich dazu keine Mehrheit.

Der Vereinsvorstand und der Ehrenrat hatten eigentlich die ohnehin geplanten Arbeiten dazu nutzen wollen, in der Zeit, in der das Gerüst steht, auch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zu installieren. Das hätte gut zu dem Anspruch gepasst, ein umweltbewusster Verein zu sein. Schließlich beteiligt sich der KSV an der landesweiten Aktion "Hessen aktiv: 100 Sportvereine für den Klimaschutz". Dafür hatten 1. Vorsitzender Jörg K. Wulf und der stellvertretende Ehrenratsvorsitzende Kai Grunenberg kürzlich in Wiesbaden sogar eine Urkunde entgegengenommen.

Doch bei dem Vorhaben, auf umweltfreundliche Weise Strom zu erzeugen, haben ihnen die Mitglieder erst einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mit 41:43 Stimmen lehnte die Mitgliederversammlung das Vorhaben ab.

Der Vorstand hatte die Mitglieder befragt, weil für den Einbau der Solaranlage eine zehnjährige Finanzierung notwendig gewesen wäre. Die Gegenfinanzierung wäre durch die Erträge gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gesichert gewesen, so der Vorstand. Doch die Mitglieder wollten detailliertere Zahlen sehen, wollten mehr Informationen, begründete Wulf auf WZ-Anfrage, warum das Projekt nicht durchgekommen ist.

Einige Mitglieder hätten sich zudem unter zu großem Zeitdruck gefühlt, so der Vereinsvorsitzende. "Wir hätten damit vielleicht früher in die Öffentlichkeit gehen müssen", äußerte Wulf selbstkritisch. Aber man werde "einen neuen Anlauf unternehmen" und sich um eine Bürgschaft für das Projekt bemühen. Der Vorsitzende gab zu bedenken, dass aufgrund dieses Beschlusses die Kosten nun aber höher ausfallen werden, schließlich müsse dann erneut ein Gerüst gestellt werden.

Das von der Solaranlage unabhängige Projekt ist das der Sanierung und Isolierung der Vereinsgebäude am Günter-Reutzel-Sportfeld. Bereits im Dezember hatte der Vorstand dieses Vorhaben angekündigt. Der Alt- und der Neubau werden isoliert und anschließend neu verputzt. Den größten Teil der Kosten steuert laut Wulf die Stadt bei. Im jüngsten "Vereinsbläddsche" ist erläutert, woher das Geld kommt: Aus dem Etat für die Sanierung des Rasenplatzes.

Ebenfalls noch in diesem Jahr geplant seien die Sanierung der Duschräume und die Fertigstellung des Obergeschosses im Neubau.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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