Die Innenstadt soll grüner werden

Karben (dit). Einen Vorentwurf für eine mögliche Innenstadtbebauung stellte Bürgermeister Guido Rahn im Rahmen des CDU-Mittwochsforums vor. "Vorgesehen ist eine aufgelockerte Bebauung mit viel Grün", erläuterte er und wies darauf hin, dass das Konzept eines von dreien sei, die der Öffentlichkeit zu gegebener Zeit in einer gesonderten Veranstaltung präsentiert würden. Weitere Themenbereiche des unter der Überschrift "Stadtentwicklung und Verkehr" stehenden Forums waren Straßen- und Radwegebaumaßnahmen, der öffentliche Personennahverkehr und die Entwicklung der Stadtteile.

Zu der Veranstaltung konnte CDU-Vorsitzender Mario Beck mehr als 30 Teilnehmer in der Gaststätte "Bei Anna" willkommen heißen. "Wir haben die Punkte Stadtentwicklung und Verkehr bewusst auf den letzten Termin dieser Reihe gelegt, weil wir uns bezüglich des Planfeststellungsbeschlusses der Nordumgehung in Sicherheit wiegen wollten. Der Beschluss liegt seit Ende Dezember vor", sagte er.

Die Verkehrsentlastung, die durch die Nordumgehung erreicht werden soll, werde dringend für die Verbesserung der aktuellen Situation und die Weiterentwicklung des Stadtzentrums benötigt. Rahn ergänzte, dass für zusätzlichen Lärmschutz 200 000 Euro in den städtischen Haushalt eingestellt seien. Eine Ausgleichsmaßnahme für den Straßenbau sei unter anderem die Niddarenaturierung. Gespräche würden mit BUND und NABU geführt. "Am 15. März endet die Einspruchsfrist. Wir hoffen, dass dann Baurecht geschaffen werden kann", sagte der Bürgermeister, nach dessen Einschätzung der erste Spatenstich dann 2012 erfolgen könnte. Auch Gespräche über den Aus- und Weiterbau der B3 hätten stattgefunden. "Mit dem ASV wurde ein Vorschlag für die Trassenführung ausgearbeitet", teilte Rahn mit, der eine möglichst gradlinige Fortsetzung vom Knoten null aus befürwortet.

"Uns bleibt ein Jahr Zeit für die Erstellung eines neuen Gutachtens." Inzwischen werde sich das ASV für den vierspurigen Ausbau zwischen Massenheim und Kloppenheim einsetzen. "Es ist wünschenswert, dass dieser so schnell wie möglich erfolgt."

Sei die Nordumgehung gebaut, könnten die Ampeln in der Innenstadt durch vier großzügige Kreisel ersetzt werden. Diese sind bereits Bestandteil des Vorentwurfes für die Bebauung der Innenstadt, den Rahn mitgebracht hatte. Der Plan sieht als Pendant für das Subway-Gebäude ein Solitärgebäude vor. "Die Volksbank Mittelhessen ist interessiert, ihre Filiale dorthin zu verlagern", sagte Rahn. Nördlich davon ist ein dreigeschossiges Wohnhaus vorgesehen. Beide Neubauten sind von Plätzen und Grünflächen flankiert. In Richtung Osten ist eine Bebauung vorgesehen, die unter anderem Raum bieten soll für Büros, eine Apotheke, ein Schuhgeschäft, ein Café und den Rewe-Einkaufsmarkt, der seinen Standort gegebenenfalls verlagern wird. "Die Geschäfte an der St.-Egrève-Straße sollen die Möglichkeit zur Erweiterung Richtung Bahnhofstraße erhalten. Die Bahnhofstraße wird zwischen den Kreiseln Luisenthaler Straße und Ramonvillestraße als Allee gestaltet" erläuterte der Behördenchef.

Die Parkfläche vor dem Rathaus-Restaurant soll zu einem Marktplatz umfunktioniert werden. Auf Anfrage teilte Rahn mit, dass die Nidda in das Konzept einbezogen werde.

Verantwortlich für die Baumaßnahmen zeichne ein mit einem Architekten Hand in Hand arbeitender Investor. Laut Beck handelt es sich um ein lukratives Geschäft, das der Stadt, die auf alle Bauflächen Zugriff habe, etwa zwei Millionen Euro einbringen werde. Rahn unterstrich: "Wir sind an einem attraktiven Eingangsbild der Stadt interessiert, nicht aber daran, an den Meistbietenden zu verkaufen." Die Stadtteile sollten nach Möglichkeit durch Ausweisung neuer Baugebiete belebt werden. Investiert werde, wie bereits von der WZ berichtet, unter anderem in den Bau von Radwegen. "Ein Grün-Korridor mit Radweg wird an der Nidda entstehen." Kreisel und Grünflächen würden auf Grundlage eines Grün-Konzeptes teilweise neu bepflanzt, die Bushaltestellen aufgewertet.

Bezüglich des Ausbaus der Main-Weser-Bahnstrecke gebe es keine neuen Informationen. "In das Obergeschoss des Bahnhofsgebäudes Groß-Karben ist ein Taxi-Unternehmen eingezogen. Das Erdgeschoss wird renoviert und von der Sicherheitswache belegt. Die Außensanierung wird bei geeigneter Witterung durchgeführt." Eine Video-Überwachung des Bahnhofsgeländes sei geplant.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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