Hauptgebäude der Pestalozzischule saniert

Karben (pe). Mit einem kleinen offiziellen Festakt ist das komplett sanierte Hauptgebäude der Pestalozzischule offiziell eingeweiht worden. Landrat Joachim Arnold und Schuldezernent und Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel waren nach Groß-Karben gekommen, um mit einer symbolischen Schlüsselübergabe an Schulleiterin Ines Kolarov den renovierten Bau offiziell in Betrieb zu nehmen.

Während der vergangenen zwei Jahre war das Gebäude für 950 000 Euro komplett saniert worden, wobei insbesondere die Renovierung der Toiletten- und Waschräume hervorgehoben wurde.

Das Geld für die Komplettsanierung stammt aus Mitteln des Sonderinvestitionsprogramms. 251 Jungen und Mädchen besuchen zurzeit die Pestalozzischule in Groß-Karben, eine Grundschule, die in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kurt-Schumacher-Schule liegt. Zwei Jahre lang gingen die Bauarbeiter an der Pestalozzischule ein und aus: Das Hauptgebäude wurde zwar nicht komplett entkernt, aber rundum saniert. Auf drei Stockwerken – Keller, Erdgeschoss und 1. Stock – wurde umfassend saniert, wobei im Mittelpunkt der Brandschutz stand. "Es ging uns vor allem darum, den Anforderungen des Brandschutzes zu genügen und hier alles auf einen modernen Stand zu bringen. Im Zuge dessen lag es nahe, auch das Gebäude komplett zu sanieren", erläutert Schuldezernent Betschel-Pflügel.

Im Erdgeschoss wurden Sekretariat, Lehrerzimmer, die beiden Rektoratsräume sowie drei Klassenräume und der Flur saniert. Im Obergeschoss sind es die Aula, die Klassenräume und die Bücherei und schließlich im Keller der Werkraum, Brennraum, Musikraum, die Schulküche und der Serverraum einschließlich der gesamten EDV-Anlage. "Die Sanierung reicht vom Bodenbelag über Maler- und Tapezierarbeiten bis hin zu neuen Akustikdecken, Klassenraumtüren, Brandschutztüren zwischen den Fluren bis hin zu Beleuchtung und Alarmanlage. Teilweise wurde auch Mobiliar neu beschafft. "Zusammen mit der kompletten Sanierung der Toiletten wurde auch ein behindertengerechtes WC eingerichtet", beschreibt Betschel-Pflügel die umfangreichen Arbeitern. Die einzelnen Stockwerke wurden nacheinander saniert und der Unterricht dann jeweils in Pavillons abgehalten. Zusätzlich wurde das Außengelände begradigt, um Platz für Spielgeräte zu schaffen.

Der Schuldezernent wies in seiner Rede darauf hin, dass ursprünglich geplant gewesen sei, die Schule innerhalb von vier Jahren "Zug um Zug zu sanieren". Aber dann sei die Chance ergriffen worden, Gelder aus dem Konjunkturprogramm zu erhalten, allerdings mit der Maßgabe, dass diese innerhalb von zwei Jahren verbaut werden mussten. "So wurde hier eben sehr komprimiert saniert", sagte der Erste Kreisbeigeordnete.

Landrat Arnold betonte, das Geld für das Konjunkturprogramm sei als Kredit aufgenommen worden, es müsse bis 2039 zurückgezahlt werden. Man habe sich seitens des Kreises dazu entschlossen, es dort zu investieren, wo man "eine große Rendite hat, nämlich in die Bildung". Dem schloss sich Bürgermeister Guido Rahn an. Gute Bildung sei wichtig. Um den Fortbestand der Pestalozzischule brauche sich niemand Sorgen zu machen. "Wir haben in diesem Jahr in Karben 20 Prozent mehr Geburten, die werden die Schule schon füllen." Insgesamt habe man einen "tollen Schulstandort", dort hinein zu investieren, sei man sich über alle Parteigrenzen hinweg einig, betonte der Bürgermeister.

Die Schulleiterin lobte die "gute, enge Zusammenarbeit mit dem Kollegium und dem Elternbeirat". Die Kernsanierung sei "rundum gelungen". Das nächste Thema sei die Verschönerung des Schulhofes.

Elternbeiratsvorsitzender Markus Theiler sagte, ein großes Thema der Sanierung seien die Sanitäranlagen gewesen. "Viele Kinder waren aus Ekel nicht mehr auf die Toiletten gegangen." Die Kinder seien während der Bauzeit insgesamt 14-mal umgezogen.

Zwischen den Reden gab es Musik der beiden Viertklässler Leonie (Klavier) und Martin (Gitarre), die klassische Werke unter anderem von Bach und Schostakowitsch auf hohem Niveau darboten.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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