"Großbrand" in der Dögelmühle routiniert gelöscht

Karben (jas). Großalarm für die Feuerwehren: Am Samstag um kurz nach 14 Uhr wurden die Brandschützer aller Stadtteile an die Dögelmühle gerufen. Doch was Außenstehende einen Großbrand vermuten ließ, war die Herbstabschlussübung der Jugendwehren.

Aus allen Stadtteilen brausten die Einsatzkräfte schon wenige Minuten nach der Alarmierung heran, um beim Löschen des vermeintlichen Feuers zu helfen. Das Szenario, mit dem der Feuerwehrnachwuchs zurechtkommen musste: Durch unsachgemäßen Umgang mit offenem Feuer war eine der großen Lagerhallen des Event-Unternehmens Satis & Fy in Brand geraten.

Doch damit nicht genug: Stadtjugendfeuerwehrwart Markus Dreßler und seine Kameraden hatten sich für den Nachwuchs noch eine kniffligere Aufgabe ausgedacht: Erste Löschversuche der Mitarbeiter, so bekamen die Mädchen und Jungen mitgeteilt, seien erfolglos geblieben, nur zögerlich sei die Feuerwehr gerufen wurden. "So steht die Halle beim Eintreffen der Wehren in Vollbrand, kann aber durch schnelles Eingreifen gerettet werden. Außerdem ist es Aufgabe der Jugendlichen, ein Übergreifen der Flammen auf das Nachbargebäude zu verhindern", erläuterte der Stadtjugendfeuerwehrwart. Und es gab mit einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach außerdem noch eine Besonderheit zu beachten.

+++ Fotostrecke: Feuerwehrübung des Nachwuchses

Zuerst näherte sich das rote Fahrzeug der Petterweiler Jugendwehr der Niddabrücke, die hinüber zur Dögelmühle führt. Das Team hatte eine ganz besondere Aufgabe: Da Löschwasser nicht nur aus einem Hydranten hinter dem Gebäude, sondern auch aus der Nidda gepumpt werden sollte, mussten die Petterweiler mit Hilfe der erwachsenen Feuerwehrleute die schwere Pumpe auf ein bereits vorhandenes Podest direkt am Fluss stellen. Mit vereinten Kräften zogen und schoben die Brandschützer die Maschine an das Gewässer und schlossen die Schläuche an.

Nach und nach kamen die anderen Wehren mit Blaulicht und Martinshorn zum Einsatzort. Die Kloppenheimer Kinder und Jugendlichen sicherten das Nachbargebäude und löschten südlich der Halle. Ihre Kameraden aus Rendel, Okarben und Klein-Karben behielten die Flammen auf der Westseite der Halle im Auge, und die Mannschaften aus Groß-Karben und Burg-Gräfenrode löschten nördlich und gaben auf die Schreinerei des Unternehmens Acht.

Alle zehn- bis 17-Jährigen, die an diesem Tag im Einsatz waren, gingen routiniert zur Sache. Ohne Zeit zu verlieren, wurden Schläuche ausgerollt und Rohre angeschlossen. Mit aufmerksamen Blicken beobachteten die Betreuer der Jugendwehren den Einsatz ihrer Schützlinge. Im Gerätehaus in Groß-Karben schließlich ließen die jüngsten Brandschützer der Stadt gemeinsam mit den erfahrenen Feuerwehrleuten die Herbstübung noch einmal Revue passieren.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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