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41-jähriger mutmaßlicher Täter auf dem Fahrrad unterwegs

Karben (pe). Einzelheiten zum Tathergang und zum mutmaßlichen Täter im Anschluss an die Großfahndung in der Nacht auf Sonntag hat die Polizei am Montagnachmittag mitgeteilt. Aus ermittlungstaktischen Gründen hatte sie diese Details zunächst zurückgehalten. Wie in der WZ am Montag berichtet, hatten die Beamten im Rahmen des Großeinsatzes mit Polizeihubschrauber einen Mann festgenommen. Es handelt sich um einen 41-jährigen Litauer.

Ausgelöst worden war der Großeinsatz, nachdem der Mann während einer Kontrolle in Kloppenheim geflüchtet war. Polizeibeamte wollten den Mann, der mit einem Fahrrad unterwegs war, kurz vor Mitternacht in der Nähe einer Kleingartensiedlung kontrollieren. Im Bereich dieser Anlage war es bereits in der Nacht zum Freitag zu Sachbeschädigungen und Einbrüchen gekommen. Auch in einem benachbarten Einkaufsmarkt hatten Unbekannte in der selben Nacht mit einem Gullydeckel eine Scheibe eingeworfen und aus dem Markt Zigaretten und Elektroartikel entwendet (die WZ berichtete). Der Fremde, der einen Rucksack bei sich hatte, ließ sein Fahrrad stehen und flüchtete noch vor der Kontrolle auf ein benachbartes Feld. Ein Polizeibeamter hatte den Unbekannten wieder eingeholt und versuchte, ihn festzunehmen. Der Verdächtige kletterte jedoch nahe eines kleinen Waldstückes auf einen Baum und trat mehrmals nach dem Beamten, der jedoch nicht verletzt wurde, so Polizeisprecher Jörg Reinemer. Dem drahtigen Mann sei jedoch erneut die Flucht gelungen. Wenige Minuten später entdeckte ihn eine Polizeibeamtin im Bereich der angrenzenden Feldgemarkung.

Sie schoss in die Luft, um die anderen an der Verfolgung beteiligten Kollegen auf ihren Standort hinzuweisen, so Reinemer weiter. Vermutlich rannte der Unbekannte dann in ein Wohngebiet in Kloppenheim. Während der Fahndung gab es laut Polizeisprecher Hinweise darauf, dass sich der Unbekannte im Bereich der Taunusstraße versteckt hatte. Zur Absuche wurde auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt.

Die Suchmaßnahmen führten dann zum Erfolg. Der Flüchtige hatte sich auf einem Grundstück in der Taunusstraße unter Styroporplatten versteckt und ließ sich letztlich widerstandslos festnehmen, wie es gestern hieß. Der festgenommene Litauer wurde am frühen Sonntagmorgen zur Polizeistation nach Bad Vilbel gebracht.

Bei Tageslicht suchten die Beamten den Fluchtweg nochmals ab, weil während der Festnahme der Rucksack bei dem Täter nicht mehr gefunden wurde. Am Boden hielten Polizeibeamte am Sonntagmittag Ausschau nach Beweismitteln. Aus der Luft suchte ein Polizeihubschrauber nach verdächtigen Gegenständen. Auf einem Grundstück in der Taunusstraße konnten dann tatsächlich einige Gegenstände gefunden werden, die der Litauer offensichtlich während der Flucht entsorgt hatte.

Der 41–Jährige wurde am Sonntag nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen, so Reinemer. Derzeit werde noch ermittelt, ob der Mann für die Einbrüche in Frage kommt. Ein Strafverfahren wegen des Widerstandes gegen Polizeibeamte sei eingeleitet worden. Die Ermittlungen der Polizei in Bad Vilbel und Friedberg dauern noch an.

41-jähriger mutmaßlicher Täter auf dem Fahrrad unterwegs

Quelle: Wetterauer Zeitung

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