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Aufgeregt und voller Freude sind die Jungen und Mädchen vor dem Start am Gederner See. Zum dritten Mal hat die Erlenbachgrundschule den "Run for Help" ausgerichtet.

Rund um den See für einen guten Zweck

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Gedern(pm). Zugunsten MS-Betroffener hat die Erlenbachschule aus Gedern rund um den Gederner See zum dritten Mal einen "Run for Help" ausgerichtet. 170 Grundschüler traten unter dem Motto "Gesunde Füße laufen für kranke Füße" für den guten Zweck an. Der Erlös kommt zu jeweils einem Drittel der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) Landesverband Hessen, der MS-Selbsthilfegruppe Gelnhausen und dem Förderverein der Grundschule zugute.

Motiviert und voller Begeisterung legten die Erst- bis Viertklässler der Erlenbachschule aus Gedern bei ihrem Sponsorenlauf zugunsten MS-Betroffener eine Runde nach der anderen um den Gederner See. Eltern, Geschwister, Großeltern, Freunde feuerten die Grundschüler bei ihrem "Run for Help" enthusiastisch - getreu dem Motto "Gesunde Füße laufen für kranke Füße". Schließlich ging es bei dem Benefizlauf um gezielte Hilfe für chronisch Kranke, die auf Unterstützung angewiesen sind. Darauf wies auch Erster Stadtrat Herbert Weber hin, der in Vertretung für den Gederner Bürgermeister und Schirmherren Guido Kempel dem Lauf beiwohnte. "Es ist eine große Freude zu sehen, mit welchem Elan und Einsatz die Schüler für die gute Sache dabei sind. Weiter so!", sagte Weber.

Herausforderungen hautnah

Auch Sportlehrer Stefan Raschka, der für die erkrankte Schulleiterin Doris Weber Schüler und Gäste begrüßte sowie den "Run for Help" an der Erlenbachschule vorbereitet hatte, betonte: "Wir bewegen uns gern. Wenn es dann noch für einen guten Zweck ist, ist das doppelt gut." Dann hob Lehrer Raschka die Startklappe und die Jungs und Mädchen stürmten los.

An zwei Stationen entlang der Laufstrecke stempelten die Helfer der DMSG Hessen, Anette Freund (Leiterin MS-Gruppe Gelnhausen), Peter Schöndorf (Vorstandsmitglied DMSG Hessen) und seine Frau Elke sowie Karin Herring und Julia Al-Assaf (beide DMSG Hessen), den Schülern für jede absolvierte Etappe einen Punkt auf ihre Laufkarte. Denn schließlich bekommen die Schüler für jede gelaufene Runde von ihren Sponsoren, die sie sich vorher in ihrem Familien- und Bekanntenkreis gesucht haben, einen vorab zugesagten Spendenbetrag. Die Gesamtspende aus dem Run for Help der Erlenbachschule wird dann aufgeteilt: Die Grundschule spendet zwei Drittel des Erlöses der DMSG Hessen und der MS-Selbsthilfegruppe Gelnhausen. Ein Drittel des Erlöses geht an den Förderverein der Erlenbachschule. Daher bedankte sich der Vorsitzende des Fördervereins, Johann Balzer, bei den Eltern, die eine riesige Kuchentheke aufgebaut hatten. Vor allem geht es beim "Run for Help" nicht nur um die sportliche Leistung. So haben die Grundschüler im Vorfeld einiges über die neurologische Erkrankung Multiple Sklerose erfahren: Anette Freund und Karin Herring hatten vorab die Erlenbachschule besucht. Aus der Perspektive von MS-Betroffenen erzählten sie im Unterricht anschaulich den Erst- bis Viertklässlern, was Multiple Sklerose mit dem Körper anstellt, wie es ist, damit zu leben, und mit welchen Einschränkungen sich ein Betroffener arrangieren muss.

Anlässlich des "Run for Help" konnten die Kinder an der "Fühlstraße", die die DMSG Hessen aufgebaut hatte, MS-Symptome nachempfinden: etwa Taubheitsgefühle mit Hilfe von Handschuhen, Gleichgewichtsprobleme beim Laufen über eine Luftmatratze oder Sehschwierigkeiten mit präparierten Brillen. Auch konnten sie einen Rollstuhl auszuprobieren, um hautnah die Herausforderungen und Hindernisse zu erleben, denen sich ein Rollstuhlfahrer im Alltag gegenüber sieht. Silan etwa war neugierig genug, mal in einem Rollstuhl Platz zu nehmen und sich mit diesem fortzubewegen.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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