Traditionell endet die Eröffnungszeremonie mit dem Gruppenbild auf der Treppe des Brautportals. FOTOS: LOD
+
Traditionell endet die Eröffnungszeremonie mit dem Gruppenbild auf der Treppe des Brautportals. FOTOS: LOD

Vielfalt auf dem Stadtkirchenplatz

  • vonHarald Schuchardt
    schließen

Friedberg(har). Manchmal kommt es anders als man denkt: Statt dem vorhergesagten bedeckten Himmel, Wind und Regen strahlte bei der Eröffnung des 37. Weihnachtsmarktes, den die evangelische Kirchengemeinde am Samstag auf dem südlichen Stadtkirchenplatz ausrichtete, die Sonne. Erst gegen Mittag fielen einige Regentropfen. Schutz bot die Kirche, in der einmal mehr das Diakonie-Café zum Aufwärmen einlud.

Über die wärmende Sonne freuten sich die 26 Anbieter, als die Marktglocke, die kleinste Glocke im Stadtkirchengeläut, das Marktgeschehen einläutete. Schließlich konnte Pfarrerin Claudia Ginkel bei der Eröffnungszeremonie vor dem Brautportal nicht nur den Nikolaus (Christof Zeh) - erstmals als Bischof - sowie Vertreter aller Gruppen, sondern auch viele Zuschauer begrüßen.

"Dieser Markt ist anders als andere Märkte", sagte Ginkel und wies darauf hin, dass sich alle teilnehmenden Gruppen im sozialen, karitativen oder globalen Bereich engagierten. Nach dem traditionellen Gemeinschaftsfoto auf der Treppe konnten sich die Gäste beim anschließenden Rundgang ein Bild vom vielfältigen Angebot und der Arbeit der Gruppen machen. Weihnachtsgebäck gab es am "Mini-Verkaufsstand" des evangelischen Kindergartens Kaiserstraße, wo die drei Fünfjährigen Maximilian, Luis und Ayas Plätzchen anboten.

Erlös für Haus "AtemZeit"

Erstmals waren die "Omas gegen Rechts", der deutsch-kurdische Kulturverein "Hevalti", der Club "Soroptimist International" und die Gruppe "Farbenfroh" dabei, die sich für Schwule und Lesben engagiert. Groß war die Auswahl an vorweihnachtlicher Dekoration sowie an Arbeiten aus Holz und anderen Materialien. Wärmen konnten sich die Besucher am Lagerfeuer in der Jurte der Pfandfinderschaft VCP. Das war aber auch von innen heraus mit heißen Getränken sowie Kartoffelgulasch und -puffern möglich.

Einen Teil der Einnahmen spenden die Gruppen wieder einem zuvor ausgewählten Projekt. In diesem Jahr ist es der Verein "AtemZeit", der in seinem Haus in Berstadt schwerstkranke und mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche aufnimmt, die teils beatmet werden müssen. Die Kinder und die Eltern bereiten sich in dem bisher einzigartigen Projekt in Hessen auf ein eigenständiges Leben zu Hause vor.

Am Nachmittag fand in der Stadtkirche ein "Offenes Singen zum Weihnachtsmarkt" mit einem Singspiel des Kinderchores unter der Leitung von Kantor Ulrich Seeger statt. Am Abend folgte ein Konzert der Musikschule Friedberg unter dem Motto "Musik zum Weihnachtsmarkt".

Quelle: Wetterauer Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare