T-Rex versprechen "alle Hits und eine Überraschung"

Friedberg (har). Zwei Giganten der Rock-Musik kommen am Freitag in die Friedberger Stadthalle. T Rex und Manfred Mann’s Earth Band spielen bei der Charity-Veranstaltung der Rockenberger AG für Kinder und Jugend. Die WZ sprach mit T-Rex-Schlagzeuger Paul Fenton.

WZ: Paul, viele Wetterauer Rockfans freuen sich auf das Konzert von T-Rex am Freitag in der Stadthalle. Wussten Sie, dass Elvis Presley zwei Jahre in Friedberg stationiert war?

Paul Fenton : Elvis Presleys Leben und Werdegang ist ziemlich gut festgehalten, so auch der Fakt, dass er in Friedberg stationiert war. Ich habe also bereits davon gehört. Die Menschen in Friedberg sind sicherlich mächtig stolz auf diese Tatsache.

Mickey Finn und sie haben die Band vor genau 14 Jahren wieder ins Leben gerufen, seitdem gab es zahlreiche Umbesetzungen. Hat sich dies auf die Musik von T-Rex ausgewirkt?

Fenton: Natürlich war der Tod von Mickey Finn 2003 ein großer Verlust, das hatte auf jeden Fall Auswirkungen auf die Band. Dennoch war es Mickeys Wunsch, dass die Band weiterhin auftritt und die Musik von T-Rex live performt. Es ist richtig, seitdem gab es einige Umbesetzungen, jedoch waren diese immer nur zum Positiven für die Band. Mit unserem neuen Sänger, Jay Spargo, sind wir perfekt. Wir sind wie eine große Familie und niemand ist oder muss der Superstar sein.

Die Fans erwarten, dass die großen Hits wie "Get it on", "Hot Love" oder "Children of the Revolution" gespielt werden. Worauf können sich die Konzertbesucher noch freuen?

Fenton: Wir werden alle großen Hits spielen. Die Zuschauer können sich auf all die bekannten T-Rex-Songs aus der Marc-Bolan-Zeit freuen. Außerdem wird unser Gitarrist, Graham Oliver, einen Song solo präsentieren. Graham war Gründungsmitglied der Band Saxon und ist ein äußerst talentierter und renommierter Musiker. Als besonderes Highlight haben wir eine Lady aus St. Petersburg dabei. Shockolady hat den T-Rex Hit "Get it on" neu aufgenommen, in einer modernen Upbeat-Dance-Version. Gemeinsam mit Jay wird sie zu "Get it on" auf der Bühne stehen. Also, es gibt genügend, worauf sich das Publikum freuen kann.

In Friedberg spielt auch Manfred Mann’s Earth Band. Kennen sie die Musiker, sind sie schon einmal zusammen aufgetreten?

Fenton: Ich kenne die Musiker der Manfred Mann’s Earth Band sehr gut. Wir haben schon sehr oft auf der selben Bühne gestanden. Chris Thompson, der ehemalige Sänger, ist einer meiner besten Freunde. Allerdings ist er ja mittlerweile solo unterwegs und wird in Friedberg wohl nicht dabei sein.

Wie oft spielen sie im Jahr? Und gehen sie wieder auf Tour, auch in Deutschland?

Fenton: Im Januar und Februar dieses Jahr sind wir quer durch Deutschland und Österreich getourt. Insgesamt haben wir 34 Konzerte gespielt. Das war fantastisch. Auch noch nach 14 Jahren nehmen uns die Leute wahr und kommen zu unseren Konzerten. Wir haben Anfragen aus der ganzen Welt und planen derzeit eine Tour für 2012 in China. Das wird sicherlich spannend. Deutschland wird für mich immer der Ort sein, wo ich am liebsten auftrete.

Man sagt, Sie hätten eine sehr enge Beziehung zu Deutschland.

Fenton: Ja, das stimmt. 1967 hatte ich mein erstes Konzert in Deutschland. Ich spielte für die Armee in Bad Kreuznach und habe dort für ein Jahr gelebt. Die Deutschen wissen gute Rockmusik zu schätzen und waren schon immer sehr gut zu uns britischen Musikern. Ohne Deutschland hätte der Rock’n’Roll in den Sechzigern nicht überlebt. Egal ob Beatles, Rolling Stones oder andere, alle müssen, und sicherlich sind sie es auch, dem deutschen Musikmarkt für die kontinuierliche Treue zu ihnen von Anfang an dankbar sein. Für mich sind die Deutschen die wahren und ehrlichen "Eltern" der britischen Rock’n’Roll-Musik.

Die Veranstaltung am 2. Dezember ist eine Charity-Night, mit deren Erlös drei Kinder- und Jugendprojekte unterstützt werden. Wie stehen Sie zu Benefizveranstaltungen?

Fenton: Es ist immer etwas besonders, bei Charity- oder Benefizveranstaltungen zu spielen. Umso mehr freut es uns, dass wir mit unserer Musik diesmal besonders Projekte der Kinder- und Jugendhilfe unterstützen dürfen. Da, wo finanzielle Hilfe benötigt wird, soll sie auch ankommen. Dem Veranstalter ist hier ein sehr gutes Konzept gelungen, ich wünsche ihm auch in der Zukunft weitere so erfolgreiche Veranstaltungen.

Vielen Dank für das Gespräch, wir freuen uns auf das Konzert.

Fenton: Gern. Auch ich freue mich schon auf Friedberg. Wir werden rocken!

Quelle: Wetterauer Zeitung

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