Ruths zeigt sich enttäuscht

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Friedberg/Bad Nauheim (pm). Der Wetterauer Jochen Ruths, Präsident des Handelsverbandes Hessen, nimmt zum Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom Mittwoch Stellung, in der es um die Verlängerung des coronabedingten Lockdowns und um Lockerungen der Einschränkungen gegangen ist. Ruths ist Geschäftsführer der gleichnamigen Mode-Geschäfte in Bad Nauheim und Friedberg.

»Wir hätten uns gewünscht, dass eine deutlichere Öffnungsstrategie zu erkennen ist. Nun wird vielmehr der Lockdown im Handel fortgeschrieben. Die Inzidenzwerte bleiben weiterhin die absolute Größe für mögliche Öffnungen - gerade das nehmen wir mit großer Verwunderung zur Kenntnis, da die Politik jüngst immer wieder darauf verwiesen hatte, dies nicht mehr zu tun«, kritisiert Handelsverband-Präsident Ruths in seiner Pressemitteilung.

Weiter heißt es: »Mit Click&Meet erhält der Handel in Hessen eine längst überfällige Möglichkeit, Kundinnen und Kunden in den Geschäften zu empfangen. Es ist positiv, dass das in Hessen von der Landesregierung, HIHK und Handelsverband entwickelte Konzept nun bundesweit Anwendung finden wird. Unser Vorschlag kommt stark verspätet zum Zuge, aber gut, dass er überhaupt zustande kommt. Letztlich kann Click&Meet aber immer nur eine kurzfristige Überbrückung zur Öffnung sein. Insgesamt sind wir von den nun gefassten Beschlüssen enttäuscht.«

Die Entscheidungen würden nicht die Leistungen des Einzelhandels berücksichtigen, mit funktionierenden Hygienekonzepten ein risikoarmes Einkaufen zu ermöglichen. Zudem basierten die Entscheidungen nicht auf den Evidenzen neuester Untersuchungen, bemängelt Jochen Ruths. Insbesondere bleibe auch die Gefährdungsbeurteilung des Robert-Koch-Instituts unberücksichtigt.

Der Handelsverband Hessen vertritt eigenen Angaben zufolge die Interessen von 7200 Mitgliedsunternehmen mit 200 000 Beschäftigten in 17 000 Arbeitsstätten auf einer Verkaufsfläche von 22 Millionen Quadratmetern und mit einem Jahresumsatz der Branche in Höhe von 44 Milliarden Euro.

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