Neuer Ovag-Vorstand

Oswin Veith wechselt von Berlin nach Friedberg

Ab 1. Januar leiten Joachim Arnold (SPD) und der Noch-Bundestagsabgeordnete Oswin Veith (CDU) die Geschicke des Energieversorgers Ovag; Rainer Schwarz verlässt nach beinahe zwei Jahrzehnten das Unternehmen.

Er verspüre noch einmal "Freude an einer neuen Herausforderung", sagte Veith. Er sei "dem Wunsch vieler Kollegen aus dem Aufsichtsrat, von Mitarbeitern des Unternehmens sowie aus den Reihen der CDU-Fraktion im Verbandsvorstand", sich um das Vorstandsamt zu bewerben, "gerne nachgekommen". Nun wolle er sich "einzusetzen für den Erhalt zukunftssicherer Arbeitsplätze und regionaler Wertschöpfung bei einer Grundversorgung von 210 100 Kunden."

Veith (58) ist Volljurist, hat Erfahrungen im Wirtschafts-, Handels- und Aktienrecht, war Bürgermeister, Vizelandrat und seit 2013 Bundestagsabgeordneter, gewählt bis 2021. Im Februar will er sein Mandat zurückgeben. Er sei gut vernetzt und wolle seinen "Beitrag zur Fortsetzung der über 100-jährigen Erfolgsgeschichte der OVAG-Gruppe leisten".

Der Aufsichtsrat der Ovag hat Veith für die nächsten drei Jahre als neuen Vorstand des Unternehmens gewählt. Sein Amt tritt er am 1. Januar 2020 an. Gleichzeitig verlässt der Vorstandsvorsitzende Rainer Schwarz nach fast zwei Jahrzehnten das Unternehmen. Veith wird dann gemeinsam mit dem designierten Vorstandsvorsitzenden Joachim Arnold, der seit zwei Jahren als Vorstand für den kommunalen Energieversorger tätig ist, die Geschicke der Ovag leiten. Dies gab der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Ulrich Lenz im Anschluss an die Sitzung bekannt.

Mit Energiebranche vertraut

Lenz gratulierte Oswin Veith mit den Worten: "Ich hoffe, Sie werden die kontinuierliche Vorstandsarbeit der vergangenen Jahre zum Wohle der Ovag fortsetzen." Außerdem sagte Lenz: "Es war eine sehr konstruktive Sitzung, in der ausgiebig über die Personalien gesprochen wurde, und am Ende stand ein überragendes Ergebnis." Die Energiebranche ist Veith nicht fremd. Im Bundestag war er an vielen Gesetzen zur Energiewende, zu erneuerbaren Energien und zur Beendigung des Betriebs von Kohlekraftwerken zur Stromerzeugung beteiligt. Außerdem übte er im Bundestag die Aufsicht über die Bundesnetzagentur aus. Der Ovag ist er seit mehr als einem Jahrzehnt über sein Engagement im ZOV-Verbandsvorstand und in verschiedenen Aufsichtsräten verbunden.

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