Neun Monate Haft für dreifachen Betrug

Friedberg (sdo). Ein 41-jähriger Mann aus Heldenbergen ist am Dienstag vom Amtsgericht zu einer neunmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Er wurde von Richterin Dr. Gerlinde Kimpel in drei Fällen des Betruges für schuldig erklärt und muss mit die Freiheitsstrafe, die ohne Bewährung verhängt wurde, absitzen.

Der gelernte Dachdecker hatte sich im März sowie an zwei Tagen Mitte Mai vergangenen Jahres einen Vermögensvorteil verschafft, indem er sich für 300 Euro einen gefälschten italienischen Personalausweis besorgt hatte sowie drei gefälschte Lohnabrechnungen für 200 Euro. Mithilfe des Personalausweises eröffnete der Angeklagte dann bei der Postbank in Friedberg ein Konto. Mitte Mai 2010 kaufte er beim Pro-Markt in Bad Nauheim mit der neuen Bankkarte einen HD-Fernseher für 1700 Euro. Wenige Tage später wollte der 41-Jährige einen Kredit über 8000 Euro bei der Targo Bank in Frankfurt einholen und zeigte dazu die gefälschten Lohnabrechnungen vor. Dem Bankangestellten fiel dabei auf, dass die Versicherungsnummer falsch war, und er informierte die Polizei.

Parallel zu dieser Anklage hat der Mann noch zwei Verfahren wegen Betruges und Urkundenfälschung am Laufen. Aufgrund dieser Tatsache erklärte Richterin Kimpel, dass es zu einer Gesamtstrafe kommen wird.

Oberamtsanwältin Schmitt sah eine Freiheitsstrafe von elf Monaten als angemessen an, gerade weil der 41-jährige Dachdecker mehrfach vorbestraft ist. Positiv wirke sich das Geständnis des Angeklagten aus. Verteidiger Bernhardt schloss sich dem an. "Es gibt nichts zu beschönigen", erklärte Bernhardt. Da die Vorstrafen aber fast zehn Jahre zurückliegen, plädierte er für eine Freiheitsstrafe auf Bewährung.

Schließlich verurteilte Richterin Kimpel den Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten ohne Bewährung. "Das ist erst der Anfang von einer Reihe von Verfahren", betonte die Richterin in Bezug auf die parallel laufenden Verhandlungen. Dass es beim Kreditbetrug bei einem Versuch geblieben ist und der Angeklagte sich geständig gezeigt hat, sei strafmildernd zu betrachten. "Trotzdem kommt nur eine Freiheitsstrafe in Betracht. Die kriminelle Energie ist klar sichtbar", erklärte Kimpel. Der Angeklagte nahm das Urteil an.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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