Narrenexpress: Vorbereitungen laufen

Friedberg (har). Genauso groß wie im Vorjahr wird der "Wetterauer Narrenexpress", der am Faschingsdienstag, 8. März, wieder durch die Friedberger Straßen rollt. Am Dienstagabend trafen sich auf Einladung der Stadt Vertreter der bisher rund 20 angemeldeten Gruppen und Vereine zur Vorbereitung des Zugs in der "Dunkel".

Ordnungsamtsleiter Jürgen Schlerf zeigte sich mit der bisherigen Resonanz zufrieden, obwohl mit den Vorbereitungen in der Stadtverwaltung erst spät begonnen werden konnte. "Wir wünschen uns mehr Planungssicherheit. Wir würden gerne schon im September mit den Planungen beginnen", sprach Schlerf die späte Haushaltsverabschiedung an. Entschuldigt hatte sich Bürgermeister Michael Keller, mit dabei waren Zugmarschall Norbert Simmer und Mihaiel Pavlovic vom Ordnungsamt, der zum zweiten Mal Zugorganisator ist. Pavlovic erläuterte Zugaufstellung und Zugweg, hier gibt es kaum Veränderungen. Um 11 Uhr wird die Kaiserstraße mit Gittern abgesperrt, die Zugaufstellung beginnt um 11.30 Uhr wie gewohnt in umgekehrter Reihenfolge in der Gießener Straße und der Burgfeldstraße und muss um 13.30 Uhr abgeschlossen sein.

Wie in den letzten Jahren überwachen DLRG und Freiwillige Feuerwehr Bruchenbrücken die Zugaufstellung. Um 13.45 startet die Zugnummer 1, so dass die Spitze pünktlich um 14.11 Uhr die Burg erreicht und in die Kaiserstraße einbiegen kann. Weiter geht es über Goetheplatz, vorbei an der Augustinerschule und über die Straße Am Schützenrain zur Mainzer-Tor-Anlage und wie gewohnt weiter über Bismarckstraße und Färbergasse zum Stadtkirchenplatz.

Im Aufstellungsbereich und im Auflösungsbereich werden zusätzlich Dixie-Toiletten aufgestellt.

Stark vertreten im Zug sind traditionell die Karnevalisten aus Griedel, die alleine neun Zugnummern stellen werden. Mit dabei sind unter anderem Gruppen aus Bad Nauheim, Wisselsheim, Rosbach, Wölfersheim, Wöllstadt sowie weiteren Städten und Gemeinden. Natürlich stellen die kreisstädtischen Narrenzünfte "Schwarze 7", VFCG und die "Dorheimer Wetterfrösche" wieder zahlreiche Zugnummern.

Dazu kommen viele Friedberger Vereine. Neu sind dabei die "Ossemer Wäldcheskappe" sowie die Kindertagesstätte "Regenbogen". Zwei weitere Neuerungen konnte Jürgen Schlerf vermelden: Sowohl Zugmarschall Norbert Simmer als auch Bürgermeister Michael Keller werden von neu gestalteten Wagen herab das närrische Volk begrüßen und mit süßem Wurfmaterial "bombardieren". Kommentiert wird der närrische Lindwurm wieder von zwei Zugkommentatoren auf der Kaiserstraße sowie am Rathaus, wo ab 13.33 die traditionelle Straßenparty mit Tom Anhäuser gefeiert wird. Fest zugesagt haben bereits sechs Musikgruppen, mit zwei weiteren wird derzeit noch verhandelt.

Da das Brauhaus weiterhin geschlossen ist und als "Partyzone" ausfällt, wird auf der gegenüberliegenden Kaiserstraßenseite ein Podest für den Zugkommentator und einen DJ aufgebaut, der anschließend für Partystimmung sorgen soll. Die zweite Kommentatorenstelle befindet sich wieder im Hotel Trapp. Auch in diesem Jahr müssen bei jedem Motivwagen mindestens zwei mit Warnweste ausgestattete Begleiter, die über 18 Jahre und nüchtern sind, nebenher laufen.

Nach dem Zug steigt der Straßenfasching

Nach dem Zug bleibt die Kaiserstraße für den Straßenfasching bis 18 Uhr gesperrt. Vor allem rund um die Dunkel dürfte es wieder hoch hergehen, vorausgesetzt das Wetter spielt mit. "Aber da sind wir sehr, sehr optimistisch", meinte Pavlovic angesichts des äußerst späten Termins in diesem Jahr.

Das närrische Treiben in der Kreisstadt beginnt bereits am Faschingssamstag mit dem Sturm aufs Rathaus, der in diesem Jahr unter der Regie der VFCG steht. Die Narren treffen sich ab 13.33 Uhr auf der Kaiserstraße vor dem traditionellen "Juxplatz" mit Kinderkarussell und einigen Buden am Elvis-Presley-Platz, wo das Musikcorps Wölfersheim samt Drumband aufspielen wird.

Noch Schwellkoppträger gesucht

Von dort aus geht es unter den Klängen des Musikzugs über Haagstraße und Bismarckstraße, um pünktlich um 14.11 am Rathaus anzukommen. Erfahrungsgemäß wird der Widerstand der Stadtpolitiker, trotz lautstarker Unterstützung des Wetterauer Böllervereins, nur von kurzer Dauer sein, so dass das Rathaus wieder schnell in die närrischen Hände fallen dürfte. Anschließend wird im beheizten Zelt im Rathaushof die Machtübernahme gefeiert. Ein DJ wird für Partystimmung sorgen und auch an das leibliche Wohl wird gedacht. Vereine und Gruppen, die noch Lust haben, am Narrenexpress teilzunehmen, sollten sich umgehend mit Mihaiel Pavlovic in der Friedberger Stadtverwaltung in Verbindung setzen (Tel. 0 60 31/88-257). Gleiches gilt für Jugendliche, die einen der Schwellköppe tragen wollen. Jeder Schwellkoppträger erhält einen Obolus von 25 Euro und kann sich mit dieser "tragenden Tätigkeit" das nötige Kleingeld für die Party nach dem Zug verdienen.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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