Magistrat beschließt Wegerecht für Abo Wind

Friedberg (ütz). Der Magistrat hat in seiner Sitzung am Montag den mit der Firma Abo Wind ausgehandelten Vertrag für ein Wegerecht zum Bau der drei Windkraftanlagen in der Bruchenbrückener Gemarkung beschlossen.

Er sieht vor, dass die Stadt von dem Unternehmen für die Nutzung ihres Feldwegs rund 200 000 Euro über einen Zeitraum von 25 Jahren erhält. "Dies entspricht dem, was wir für die Abnutzung und Instandhaltung des Wegs ausgerechnet haben", berichtete Bürgermeister Michael Keller auf WZ-Anfrage. Allerdings solle auf Wunsch des Magistrats noch einmal nachverhandelt werden, was die Höhe der Summe betrifft.

Der Vorsitzende der Linkspartei, Sven Weiberg, hatte vorab den Vertrag begrüßt. Angesichts der prekären Haushaltslage der Stadt wäre es falsch gewesen, "dem Glaubenskrieg der Windkraftgegner zu folgen", so Weiberg. Die Argumente der Bürgerinitiative seien "äußert schwach". In einer von Umgehungsstraßen, Hochspannungsmasten und Industriegebieten geprägten Landschaft seien solche "Spargel" keine Verschandelung.

"Besonders schäbig" sei das Verhalten des Ersten Stadtrats Peter Ziebarth. Der hatte in der WZ erklärt, dass es mit ihm als Dezernent nicht geschehen werde, dass die Stadtwerke die Windräder erwerben. Wie berichtet, will Abo Wind sie an einen Betreiber verkaufen. Dazu Weiberg: "In einer demokratischen Stadt werden solch grundlegenden Fragen von der Stadtverordnetenversammlung diskutiert und entschieden.

Ziebarth jedoch lässt seine Entscheidung in absolutistischer Manier über die Presse mitteilen. Das ist nicht hinnehmbar." Die Linkspartei würde einen Rücktritt Ziebarths begrüßen. Er sei "unter wenig ehrenhaften Umständen ins Amt gekommen" und habe seitdem politisch nichts bewegt. Er sei für Friedberg "mehr als verzichtbar".

Weiberg kündigte für die nächste Stadtverordnetensitzung einen Antrag zum Kauf der Windräder durch die Stadtwerke an.

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Quelle: Wetterauer Zeitung

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