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Auf dem Ockstädter Weihnachtsmarkt ist es am frühen Abend so voll wie noch nie. Foto: lod

Lose, Licht und Kreatives

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Friedberg-Ockstadt(har). So viel Licht wie noch nie gab es beim traditionellen Weihnachtsmarkt am ersten Adventssonntag auf dem Jakobusplatz. An zwei Masten befanden sich eine ganze Reihe von farbig leuchtenden Scheinwerfern, wie man sie ansonsten eher bei Konzerten sieht. "Wir haben gedacht, das machen wir einfach mal", sagten Stephan Meuser, Florian Hutter und Oliver Jung übereinstimmend. Die drei Ockstädter betreiben seit neun Jahren "Floodwave Light and Sound - Veranstaltungstechnik".

"Das ist doch eine Super-Idee" freute sich Christian Rauh von der katholischen Jugend (KJW), die den Markt organisierte. Zusammen mit den drei "Floodwavern" genoss er einen heißen Apfelwein oder Glühwein an den um die Pfosten herumgebauten Rundtischen. Einmal mehr haben knapp 20 Anbieter, darunter zahlreiche Ortsvereine, die KJW unterstützt. Erst zum zweiten Mal war der im Januar 2018 gegründete Verein "Hollar-Kapellen-Kultur" dabei, der sich unter anderem für den Erhalt der 300 Jahre alten Hollarkapelle im Kirschenberg einsetzt. Die Macher hatten eine besondere Idee umgesetzt. Wer wollte, der wurde mit einer Polaroidkamera abgelichtet und erhielt wenig später sein Bild in einer selbst gefertigten "Schneekugel", wobei die Besucher den Schnee und die Farbe des Glitzers selbst aussuchen konnten.

Auch andere Vereine hatten sich etwas einfallen lassen. Der Förderverein der Grundschule bot beleuchtete "Deko-Flaschen und Fensterbilder" an. Die 800 Lose für die mit 200 Preisen sehr gut bestückte Tombola waren in knapp zwei Stunden verkauft.

Der Gesangverein Frohsinn bot vor seinem "Elchwagen" unter anderem Chips aus Ockstädter Kartoffeln an. Ebenso wie der SV Germania nutzten die "Frohsinnler" den Markt, um den Vorverkauf für ihre Jubiläumsveranstaltungen zu starten. Groß war die Auswahl an selbst hergestellter Weihnachtsdekoration und Kunsthandwerklichem. Das Angebot reichte von Schmuck über Holzarbeiten bis hin zu Gefilztem und Gestricktem. Erstmals war Marcus Crombach mit seinen filigranen Holzarbeiten dabei, während Inge Enders nach einjähriger Pause wieder Selbstgenähtes wie Babykissen oder Wickeltaschen anbot. Vielfältig war das Angebot an Speisen und Getränken, das von Flammkuchen über Crêpes und Waffeln bis hin zu selbst gebackenen Plätzchen reichte.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Frohsinn-Turmbläser mit vorweihnachtlichen Melodien. Am späten Nachmittag wurde es so voll wie wohl noch nie, zumal sich der Nikolaus angekündigt hatte.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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