Irisches Wetter beim irischen Kino

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Es ist wie verhext: Einmal mehr war das Wetter beim Auftakt des Open-Air-Kinos im Rathauspark alles andere als sommerlich. Kühl und windig, aber immerhin noch trocken war es zum Auftakt am Freitagabend. 24 Stunden später regnete es nahezu ununterbrochen. "Irisches Kino" war das Motto des ersten Wochenendes, und das hat seinen Grund: Die "Friedberger Gesellschaft zur Förderung deutsch-irischer Verständigung", feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen.

Es ist wie verhext: Einmal mehr war das Wetter beim Auftakt des Open-Air-Kinos im Rathauspark alles andere als sommerlich. Kühl und windig, aber immerhin noch trocken war es zum Auftakt am Freitagabend. 24 Stunden später regnete es nahezu ununterbrochen. "Irisches Kino" war das Motto des ersten Wochenendes, und das hat seinen Grund: Die "Friedberger Gesellschaft zur Förderung deutsch-irischer Verständigung", feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen.

Zusammen mit dem Europa-Club präsentierten die Deutsch-Iren am Freitag "The wind that shakes the Barley". Immerhin trotzten da noch um die 50 Besucher dem Wetter. "Das ist halt wie in Irland", sagte eine Besucherin. Zusammen mit Guinness sowie Schnittchen mit Lachs und irischem Cheddar konnte schon so etwas wie "Irland-Feeling" aufkommen. Diejenigen, die gekommen waren, genossen die Atmosphäre und waren gewappnet: Stuhlkissen, Decke und dicke Jacke hatte nahezu jeder dabei.

"Ich freue mich, dass sie gekommen sind", sagte Stadtrat Dirk Antkowiak in seiner kurzen Begrüßung. Er dankte denjenigen, die die Stadt bei der Durchführung des Kinos im Rathauspark unterstützen, in erster Linie Hans-Albert Wunderer, der Inhaber des Kino-Centers, das am Jahresende schließt. Das Open-Air-Kino, das Wunderer zusammen mit der kreisstädtischen Jugendpflege anbietet, wird jedoch fortgesetzt. Mit im Boot sind neben Europa-Club und Deutsch-Iren der Stadtjugendring, die Jugendfeuerwehr und das Bildungsforum.

Vielleicht lag der nicht gerade berauschende Besuch auch an dem Film. "Das ist schon recht schwere Kost", sagte Karl Buxmann, der vor Beginn der Aufführung kurz auf die Gründung der Deutsch-Iren, aber auch auf die historischen Hintergründe einging, die dem Streifen zugrunde liegen. Der Film spielt zu Beginn des irischen Unabhängigkeitskriegs im Jahre 1920, den Buxmann als "anglo-irischen Guerillakrieg" bezeichnete.

Im Mittelpunkt steht der junge Arzt Damien O’Donovan, der zum Freiheitskämpfer und schließlich von den Briten exekutiert wird. Der Film ist zugleich ein Familiendrama, kämpft dessen Bruder doch auf der Gegenseite, und der gibt schließlich den Befehl zur Exekution. Das 2006 gedrehte Kriegsdrama des englischen Regisseurs Ken Loach gewann die Goldenen Palme der Filmfestspiele in Cannes 2006.

Zur romantischen Komödie "Bridget Jones’ Baby" aus dem Jahr 2016 waren dann 24 Stunden später bei viel Regen gerade einmal zehn Zuschauer gekommen. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass der Wettergott wenigstens am kommenden Wochenende mitspielt.

Fortgesetzt wird das Open-Air-Kino mit gleich drei Vorführungen: am Freitag, 7. Juni, präsentiert das Bildungsforum Friedberg, den Film "Kundschafter des Friedens", zu Gast ist Produzent Benjamin Herrmann. Am Samstag 8. Juli folgt "LaLaLand" mit musikalischem Vorprogramm durch "Leonite", den Abschluss bildet am Sonntag die Komödie "Willkommen bei den Hartmanns". Das musikalische Vorprogramm bestreitet "Arlitos". Einlass ist jeweils um 20.30 Uhr, die Vorführungen beginnen gegen 22 Uhr. Jugendliche zahlen sech Euro, Erwachsene sieben Euro Eintritt.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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