Sie heizt dem Publikum ein

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  • Harald Schuchardt
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Es war ein friedliches, fröhliches, aber auch nachdenkliches Musikfest, das die Besucher im ausverkauften Theater Altes Hallenbad am Freitagabend feierten. Über zweieinhalb Stunden live und nonstop mit "Cynthia Nickschas and friends" aus Bonn als Topact sowie als Support Sängerin "Nicky" alias "Wild im Wald" begeisterte die Besucherschar.

Es war ein friedliches, fröhliches, aber auch nachdenkliches Musikfest, das die Besucher im ausverkauften Theater Altes Hallenbad am Freitagabend feierten. Über zweieinhalb Stunden live und nonstop mit "Cynthia Nickschas and friends" aus Bonn als Topact sowie als Support Sängerin "Nicky" alias "Wild im Wald" begeisterte die Besucherschar.

Der Friedberger Andreas Lürding hatte die "Aufwärmveranstaltung" zum Friedensaktionstag "Imagine Peace Friedberg (IPF)" organisiert. "Wir alle haben mit dieser Aktion etwas Wunderbares auf die Beine gestellt", meinte Lürding, der die Besucher zusammen mit IPF-Organisatorin Susanne Polak kurz begrüßte.

"Ich will euch von innen aufwärmen", verkündete "Wild im Wald" alias Sängerin Nicky aus Steinau an der Straße. Alles andere als wild war jedoch die Musik der Sozialarbeiterin. Mit Songs von Hannes Wader, Donovan, Bob Dylan oder Sarah Lesch verbreitete die Sängerin und Gitarristin ihre persönliche Friedensbotschaft. Und beim jiddischen Volkslied "Donna, Donna" sang das Publikum den Refrain lautstark mit, sehr zur Freude der Künstlerin, die mit ihrem Gitarrenspiel samt exzellentem Finger-Picking ebenso überzeugte wie mit ihrer ausgeprägten Stimme. "Gleich darf getanzt werden", meinte sie am Ende ihres mit viel Applaus bedachten Auftritts und kündigte Cynthia Nickschas und ihre Band an.

Die Bonner Musikerin ist in der Folk-Rock- und Liedermacherszene längst weit mehr als nur ein Geheimtipp. Mit ihrer im Jahre 2012 gegründeten Band trat sie bereits bei größeren Festivals auf und hat längst viele Fans, die unter anderem aus Eppstein und Marburg in die Kreisstadt gekommen waren.

Schon beim Auftaktsong "Eigentlich" tanzten die ersten Edelfans vor der Bühne. Im Laufe des Abends wurden es immer mehr. Die Kompositionen von Nickschas bewegen sich irgendwo zwischen Folk, Rock und etwas Blues, beeinflusst von weiteren Musikstilen. In ihren Songs wie "Egoschwein", "Verdummt genug" oder "Alles gleich Mensch" beschäftigt sich die Bonnerin mit der fatalen Umweltsituation ebenso wie mit Hass, Ungerechtigkeit und Krieg. Und das mit tanzbaren, eingängigen Melodien, aber auch ruhigen Balladen. "Was für eine Wahnsinnslocation", meinte die zierliche Sängerin, die furios über die Bühne wirbelte, zusammen mit ihren exzellenten sieben Musikern. Gitarrist Stefan "Doc" Janzik" sorgte für das Rockelement in der Band schlechthin. Saxofonist Christian "Zet" Zerban und Trompeter Johannes Schmidt begeisterten immer wieder mit tollen Soli, ebenso wie Alwin Moser mit seinem exzellentem Geigenspiel. Ein Virtuose auf der selten gespielten Akustikbassgitarre ist Christoph Wegener. Dazu kamen Schlagzeuger Mario Hühn und Sänger Manou Wolf. Immer wieder trieb Nickschas sich selbst, ihre Band und die Besucher an. Eine Überraschung war der Auftritt von Clown "TomTom" alias Thomas Patri, der aus Dresden angereist war. Passend zu einigen Songs kam er mit Glitzerbällen, Herzballons oder Geldscheinbündeln auf die Bühne. Zu ihrem Song "In Reihe bleiben" holte Nickschas die acht Jahre alte Laura auf die Bühne.

Der wohl jüngste Fan der Musikerin tanzte eine eigene Choreografie. Mit "Tanz" wurde das Finale eingeläutet. Erst nach zwei Zugaben endete das IPF-Aufwärmkonzert, bei dem allen im Saal warm geworden ist.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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