Grundschulen warten auf Planungssicherheit

Wetteraukreis (hed/pm). Die Eltern des Netzwerks kleiner Grundschulen gehen davon aus, dass vorerst keine Schule geschlossen werden muss.

Bei einem Treffen in Wenings habe Staatssekretär Heinz-Wilhelm Brockmann bestätigt, dass die Auflagen des Kultusministeriums zum Erlass des Schulentwicklungsplans lediglich als Hinweise zu verstehen seien und nicht als Vorgaben.

Das Kultusministerium habe angesichts sinkender Schülerzahlen zwar auf das Problem aufmerksam gemacht, letztlich aber entscheide der Schulträger, in diesem Fall der Wetteraukreis, über den Schulentwicklungsplan. "Sollte der neu gebildete Kreistag zu den in den letzten zwei Jahren gemachten Aussagen stehen, können fast alle kleinen Grundschulen von einem gesicherten Planungszeitraum von mindestens fünf Jahren ausgehen", schreibt Netzwerk-Sprecherin Katja Sang in einer Pressemitteilung. Erst wenn die Entwicklung der Schülerzahlen deutlich schlechter werde, müssten sich die Beteiligten Gedanken über das Thema Verbundschule machen. Der Schulträger könne durch Änderung der Schulbezirksgrenzen darüberhinaus viele kleine Grundschulen erhalten, glauben die Vertreter des Netzwerks der Schulen in Wenings, Ulfa, Stammheim, Höchst und Ober-Lais und (seit diesem Jahr) Ossenheim. Dass die Qualität bei der Frage des Erhalts der Eigenständigkeit einer kleinen Grundschule keine Rolle spiele, ärgere die Eltern sehr.

Obwohl bei allen kleinen Grundschulen die Qualität durch Vergleichsarbeiten und Schulinspektion immer wieder belegt worden sei, beachte das Kultusministerium im Wesentlichen die Schülerzahlen. So entstehe auch für die Verantwortlichen in Friedberg generell der Druck, kleine Schulen zu größeren Einheiten zusammenzufassen.

Die Eltern erwarten, dass Landrat, Schuldezernent, Schulausschuss und Kreistag die Rückmeldungen aus dem Kultusministerium bestätigen. Es sei nicht mehr nachzuvollziehen, warum der Landrat eine Klage gegen den Erlass eingeleitet habe. Die Eltern warten auf eine klare Aussage: "Wenn es immer noch notwendig ist, gerichtlich vorzugehen, wäre es wichtig, die Eltern zu informieren und mit ins Boot zu nehmen."

Quelle: Wetterauer Zeitung

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