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Hollarkapelle in Ockstadt

Förderverein will kleine Kirche zum Ort der Begegnung machen

  • vonHarald Schuchardt
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2021 feiert die Hollarkapelle in Ockstadt 300. Geburtstag. Der Förderverein »Hollar-Kapellen Kultur« will rechtzeitig vor dem Jubiläum das Außengelände neu gestalten.

Wir wollen die Hollarkapelle erhalten und zu einem kulturellen und gemeinschaftsstiftenden Ort der Begegnung machen«, sagte Dr. Heiko Schuck, 1. Vorsitzender des Fördervereins »Hollar Kapellen Kultur« am Montagnachmittag an Ort und Stelle. Für die Vereinsmitglieder war es der Startschuss für die naturnahe Gestaltung des Geländes rund um das »historische Kleinod«, wie sich der 2. Vorsitzende Matthias Schäfer ausdrückt.

Ursprünglich hatte der Verein geplant, die Umgestaltungspläne den politisch Verantwortlichen sowie den Pfarrgremien vor Ort vorzustellen. Angesichts der geltenden Corona-Regeln wurde darauf verzichtet und das Projekt online präsentiert. Bei der Live-Präsentation vor der Kapelle war als einziger Gast Bürgermeister Dirk Antkowiak anwesend.

Sitzreihen aus Bruchstein

Ziel des Projekts ist es zum einen, einen Barriere-armen Zugang zur Kapelle zu ermöglichen. Zum anderen soll der Platz vor dem Kapelleneingang so gestaltet werden, dass er sowohl für kirchliche als auch für kulturelle Veranstaltungen »hervorragend geeignet sein wird«, so Schäfer. Dabei soll möglichst wenig in den natürlichen Geländeverlauf eingegriffen werden. Zwei- bis dreistufige, aus Bruchstein gemauerte Sitzreihen sollen sich in das hügelige Gelände einfügen.

Durch den Bruchstein soll das Fundament der Kapelle optisch aufgegriffen und so eine Verbindung zur Kapelle geschaffen werden. Der Vorschlag wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt, den Pfarrgremien, der Unteren Naturschutzbehörde und dem Denkmalschutzamt des Bistums Mainz entwickelt. »Besonders groß war der Zuspruch für einen Barriere-armen Zugang durch das Anlegen eines befestigten, wassergebundenen Weges«, sagte Schuck. »Ohne die entsprechenden finanziellen Mittel geht es natürlich nicht.«

Insgesamt wird mit Kosten in Höhe von 40 000 Euro gerechnet. Das Geld will der Verein durch Spenden und diverse Förderprogramme zusammenbringen. Schuck: »Das ist zwar eine immense Herausforderung, aber wir sind zuversichtlich, dass wir das gemeinsam schaffen. Wenn nicht in Ockstadt, wo dann?«

Das gesamte Projekt, erläuterten die beiden Vorsitzenden, steht unter dem Motto »Von der Gemeinde für die Gemeinde«. Daher sollen die Arbeiten nicht einfach an ein Bauunternehmen vergeben werden. Vielmehr können alle, die das Projekt unterstützen und fördern möchten, daran aktiv teilnehmen.

So plant der Verein unterschiedliche Aktionen, sobald die Pandemie dies zulässt. Viele Arbeiten sollen unter fachmännischer Anleitung in Eigenleistung vorgenommen werden. »Unser Bestreben ist es, zum Ende des Jahres die wesentlichen Arbeiten erledigt zu haben, damit die Kapelle in ihrem Jubiläumsjahr in altem Glanz erstrahlt und vielen Veranstaltungen den würdigen Rahmen geben kann«, sagte Schuck.

Vorgestellt wurden der neue Flyer und das Modell, das die Kapelle und das umliegende Areal nach Fertigstellung der Arbeiten zeigt. Das Kapellendach des Modells hat einen Schlitz, in den »Scheine aller Art« passen. Der erste, der eine Spende einwarf, war Antkowiak, der die Initiative des Vereins begrüßte und seine Unterstützung ankündigte. Antkowiak: »Ich bin dabei.«

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.hollar-kapellen-kultur.de. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Konto des Fördervereins »Hollar-Kapellen-Kultur« bei der Sparkasse Oberhessen, IBAN DE70 5185 0079 0027 1634 67, tun.

Gemeinsam stellen (v. l.) Matthias Schäfer, Dr. Heiko Schuck und Bürgermeister Dirk Antkowiak das Projekt vor.

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