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Baugenehmigung dem Nachbarn überreicht (v. l.): Bürgermeister Dirk Antkowiak, Kreisbeigeordneter Matthias Walther, Katja Gröger (Vorsitzende des Bauausschusses der Kirchengemeinde), Andrea Kube (Evangelische Familienbildung) und Pfarrerin Claudia Ginkel. (pv)

Baugenehmigung liegt vor

Evangelisches Gemeindehaus: Bauarbeiter können anrücken

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Friedberg (jw). Das evangelische Gemeindehaus in der Kaiserstraße in Friedberg wird umgebaut und saniert. Eine andere Immobilie bereitet der Gemeinde jedoch Kopfzerbrechen.

Kreisbeigeordneter und Baudezernent Matthias Walther (CDU) überbrachte die Baugenehmigung persönlich, liegt das Gemeindehaus doch in unmittelbarer Nachbarschaft der Kreisverwaltung.

Bis vor einigen Jahren wurde das Gemeindehaus als Kindergarten genutzt. Nun entstehen hier Büros, Andachts-, Versammlungs- und Gruppenräume. Genutzt werden sie künftig gemeinsam von der evangelischen Kirchengemeinde und der evangelischen Familienbildungsstätte. So entsteht auf der Kaiserstraße - mit dem 2010 gebauten Kindergarten im Hof - ein zentraler Ort evangelischen Lebens in Friedberg.

Mit Keller, Erdgeschoss, erstem Obergeschoss und Dachgeschoss hat das Gebäude vier Geschosse, ist nahezu rechteckig und schließt nach oben mit einem einseitigen Vollwalmdach ab. "Weil im Zuge des Umbaus auch der ursprüngliche Eingang von der Kaiserstraße wieder hergestellt wird, wird das Gebäude öffentlich auch besser wahrgenommen", sagt Baudezernent Walther. Ansonsten bleibt die Fassade des älteren Gebäudeteils grundlegend unverändert. Bei den Innenarbeiten wird auf Barrierefreiheit geachtet.

Gemeindezentrum West im Blick

Das Gemeindehaus soll das Gemeindezentrum West ersetzen, dessen Zukunft in den Sternen steht. Wie mehrfach berichtet, ist dieser Gebäudekomplex mit Kindertagesstätte und Wohnungen baufällig. Die Kita muss im Sommer 2020 ausziehen. Wie es weitergeht, darüber wird momentan beraten. Die Stadtverordneten entscheiden in ihrer nächsten Sitzung am 17. Oktober über die Offenlage des Bebauungsplans für eine neue Kita am westlichen Stadtrand von Friedberg. Bis zum Auszugstermin aus dem Gemeindezentrum West ist diese Kita nicht gebaut. Außerdem gibt es in der Stadtverordnetenversammlung Politiker, die eine Bebauung von Ackerland ablehnen. In Parteikreisen wurde der Vorschlag gemacht, den für den Neubau vorgesehenen Geldbetrag (rund 3 Millionen Euro) lieber für eine Sanierung des Gemeindezentrums West zu verwenden. Das Gebäude ist allerdings im Besitz der Kirche. Es soll vor einiger Zeit das Angebot an die Stadt gegeben haben, das Gebäude zu erwerben. Das wurde dem Vernehmen nach abgelehnt, mit Verweis auf die hohen Sanierungskosten. Das Gemeindezentrum West ist denkmalgeschützt. Viele Politiker sorgen sich, in der Wintersteinstraße werde eine Bauruine entstehen.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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