Am Dienstag hatten in der Wetterau nach offiziellen Angaben sieben Personen mehr als am Vortag mit dem Coronavirus infiziert.
+
Am Dienstag hatten in der Wetterau nach offiziellen Angaben sieben Personen mehr als am Vortag mit dem Coronavirus infiziert.

Coronavirus

Corona Wetterau: Zahlen steigen - Falsche Angaben von Bürgern erschweren Arbeit

  • vonRedaktion
    schließen

Die Zahl derer im Wetteraukreis, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, steigt wieder an. Für die Gesundheitsämter tut sich ein besonderes Problem auf.

  • Zahlen in der Wetterau, die sich mit Coronavirus infiziert haben, steigen wieder
  • Gesundheitsämter mit besonderem Problem
  • Falschangaben von Bürgern

Wetteraukreis (prw). Die Zahl der nachgewiesenen Fälle von Corona-Infektionen im Wetteraukreis lag am Dienstag bei 384, das sind sieben mehr als am Vortag. Neuinfektionen gab es je zwei in Bad Vilbel, Nidda und Wöllstadt sowie eine in Altenstadt. Wie der Wetteraukreis mitteilt, sind mittlerweile 348 Menschen aus der Quarantäne entlassen. Zieht man zudem die 13 Menschen ab, die mit der Covid-19-Erkrankung gestorben sind, gibt es aktuell in der Wetterau 23 mit Corona infizierte Menschen. »Sie befinden sich überwiegend in häuslicher Quarantäne, zu allen hält das Gesundheitsamt engen Kontakt«, so die Mitteilung des Kreises.

In stationärer Behandlung befinden sich neun Menschen, zwei mehr als am Vortag. Unverändert liegen drei Patienten auf der Intensivstation. In den Kliniken des Wetteraukreises werden auch Patienten aus anderen Landkreisen behandelt und umgekehrt, das heißt Wetterauer Patienten werden in Kliniken außerhalb unseres Kreises behandelt.

Corona Wetterau: „Mussten auch schon die Erfahrung machen, dass Menschen falsche Angaben machen“

Mit der Lockerung von Beschränkungen nimmt auch die Zahl der Kontakte wieder zu. Im Falle einer Neuinfektion bedeute das auch deutlich mehr Arbeit für das Gesundheitsamt, sagt Kreisbeigeordneter Matthias Walther. Schwierig werde es dann, wenn nicht alle Kontaktdaten vorliegen. »Leider mussten wir auch schon die Erfahrung machen, dass Menschen falsche oder unvollständige Angaben machen, zum Teil auch, um zu verbergen, dass sie sich an Auflagen nicht gehalten haben«, berichtet er nach einer Sitzung des Krisenstabes.

Corona Wetterau: Quarantäne durch Test verkürzen

Mit Sorge richte sich sein Blick auf die zunehmende Zahl der Urlaubsrückkehrer. »Wer aus einem Risikogebiet einreist, für den gilt eine zweiwöchige Quarantäne. Diese Zeit kann man verkürzen, wenn man den Nachweis erbringt, nicht mit Corona infiziert zu sein«, betont Walther. Die Kosten für den Test müssten selbst getragen werden, sie würden weder von den Krankenkassen noch vom Gesundheitsamt übernommen.

Noch ist die Lage im Wetteraukreis laut Walther allerdings sehr entspannt. Der Schwellenwert (Inzidenz) für eine Verschärfung der Beschränkungen liegt bei fünf. Steigt er auf 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen müssen Maßnahmen erfolgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare