Becker-Bösch ist SPD-Kandidatin für Kreistagsvorsitz

Wetteraukreis (jw/fa). Nach Informationen der Wetterauer Zeitung ist es Bestreben der SPD, dass am kommenden Mittwoch Stephanie Becker-Bösch, SPD, als Kreistagsvorsitzende kandidiert.

Wie SPD-Unterbezirksvorsitzender Joachim Arnold bestätigte, soll Becker-Bösch am heutigen Montag im Koalitionsausschuss vorgeschlagen werden. Dies habe die SPD in einer Personalklausur am Samstag beschlossen. Gegenkandidatin soll, wie berichtet, Jutta Heck von der CDU sein. In der neuen Wahlperiode würde dann der Kreistagsvorsitz von einer Frau übernommen, erstmals in der Geschichte des Wetteraukreises, auch in den Altkreisen Friedberg und Büdingen kam dies bisher noch nicht vor.

Nachdem die Pläne der SPD bekannt geworden waren, den Posten mit Hilfe von Grünen und FDP zu besetzen, hatte die CDU angekündigt, in jedem Fall Jutta Heck als Gegenkandidatin aufstellen zu wollen.

Der Kreistag des Wetteraukreises besteht aus 81 Abgeordneten. Gegenwärtig setzt er sich zusammen aus 29 Christdemokraten, 26 Sozialdemokraten, 13 Mitgliedern von Bündnis 90/Die Grünen, fünf Vertretern der Freien Wähler - FWG/UWG (Freie und Unabhängige Wählergemeinschaft) Wetterau, drei FDP-Mitgliedern, zwei Nationaldemokraten, zwei Linken und einem Piraten.

Stephanie Becker-Bösch ist 39 Jahre alt und an ihrem Wohnort Butzbach als Fachanwältin für Familienrecht und Erbrecht niedergelassen. Sie ist Ortsvorsteherin der Butzbacher Kernstadt und seit längerem Kreistagsabgeordnete. Zudem hat sie den Vorsitz der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB), ist schulpolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion, Mitglied im Ausschuss für Schule und Kultur und Mitglied im Aufsichtsrat der VGO.

Die CDU verweist bisher darauf, dass ihr als stärkster Fraktion das, wenn auch ungeschriebene, Recht zustehe, den Kreistagsvorsitzenden zu stellen. Die SPD hat bei den Koalitionsverhandlungen mit Grünen und FDP ausgemacht, dass sie diesen Posten besetzt, da die Sozialdemokraten durch die vereinbarte Abschaffung des Postens des zweiten hauptamtlichen Kreisbeigeordneten bei der Ämtervergabe leer ausgingen; Joachim Arnold ist als Landrat - im Gegensatz zu den zwei amtierenden Kreisbeigeordneten - direkt gewählt und muss sich nach Ablauf seiner Amtszeit der Wiederwahl stellen.

Quelle: Wetterauer Zeitung

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