Antifa-BI rückt Aufkleber in den Fokus

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Friedberg(pm). Die Antifaschistische Bildungsinitiative hat eine Online-Ausstellung zur politischen Kunst, Bildung sowie Jugendkultur erstellt. Diese ist noch bis zum 13. Juli auf www.antifa-bi.de zu sehen. Sie wird mit 30 Plakaten in der Friedberger Innenstadt beworben.

Anlass ist eine Aktion der Stadt gewesen, bei der Bürger darum gebeten worden sind, sich an einer Anti-Aufkleber-Aktion zu beteiligen (die WZ berichtete). Dabei wurden Aufkleber in der Öffentlichkeit entfernt.

Jugendkultur vermitteln

Die Antifa-BI bittet nun alle, sich die Sticker-Motive auf ihrer Internet-Galerie und die ergänzenden Links anzuschauen und sich zu überlegen, was hier entfernt und gesäubert worden ist. "Im Gegensatz zu anderen städtischen Aktionen sicherlich kein Müll. Die Ausstellung soll vermitteln, andere Ansätze erklären und für gegenseitiges Verständnis werben. Es haben sich inzwischen Dutzende Menschen aus Friedberg beteiligt und Bilder zur Ausstellung beigetragen", schreibt die Antifa-BI in einer Pressemitteilung.

"Steht das ehemalige Kaufhaus Joh deshalb immer noch leer, weil hier progressive Aufkleber die Investoren verschrecken? Oder sind Sticker auch Teil einer politischen Kultur? Erkennen wir hier auch Inhalte? Wie kann Sub- und Jugendkultur besser vermittelt und erklärt werden?" - das alles fragt die Antifa-BI.

Sticker als Kunst und Street-Art seien Ausdruck einer überwiegend unkommerziellen Jugendkultur. Es gebe politische Sticker, Sticker von Bands oder auch Sticker mit rein künstlerischem Anspruch.

Unterschiedliche Lebensentwürfe

Friedberg sei mit deutlich unterschiedlichen Lebensentwürfen und -perspektiven konfrontiert, die respektvoll neben- und miteinander leben. Wenn nun Kunst, Politik und Kultur "mit überholten Definitionen eingeschränkt und einseitig beschrieben" würden, schließe dies viele aus.

Die Antifa-BI trete für eine lebenswerte Stadt mit Raum für alle ein und lehne das Konzept einer von einer Stabsstelle organisierten "sauberen Stadt" unter einer solchen Definition von "Müll" und "Schandfleck" deutlich ab. "Mit der Stadt Friedberg wurde Kontakt aufgenommen und es wird ein Gespräch hierzu geben."

Quelle: Wetterauer Zeitung

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