Altstadtfest: Besucherzahl rückläufig

Friedberg (har). Tausende kamen am Wochenende zum 33. Altstadtfest in die Kreisstadt, auch wenn die Besucherzahl etwas zurückgegangen ist.

Vor allem am Freitagabend war von Gedränge wie in früheren Jahren nichts zu sehen - sicher auch eine Folge des kühlen Wetters. Erfreulich war der rege Betrieb am Samstagnachmittag. In erster Linie waren Familien unterwegs, im Schlosshof entpuppten sich die "Funballs" als die Attraktion für Kinder. Karussells, "Hau den Lukas", eine Seepferdschiffschaukel und Wahrsagerin "Novredana" erinnerten ein bisschen an das Flair des historischen Markt in der Burg, den viele ebenso vermissen wie die Bühnen in der Altstadt.

"Das ist nicht mehr unser altes Altstadtfest", meinten viele Besucher. Eine Standbetreiberin hat beschlossen, nach 20 Jahren nicht mehr zum Altstadtfest zu kommen. "Ich habe noch nicht mal die Standmiete eingenommen", meinte sie.

Doch es gab auch viel Positives. Gelobt wurden die größere Zahl an Sitzmöglichkeiten und das vielfältige Speisenangebot. "Unter den Platanen" fanden diejenigen Platz, die nicht so im Trubel sein und bei etwas leiserer oder volkstümlicher Musik ihren Wein genießen wollten. Vermisst wurden Verkaufsstände mit handwerklichem Angebot. "Auf der Kaiserstraße sieht es aus wie auf jeder Straßenkerb auch", war immer wieder zu hören.

Die drei großen Bühnen waren so aufgestellt, dass der Fußgängerstrom daran seitlich vorbeizog und die Musik- und Partyfans ungestört feiern konnten. Es spielten fast ausschließlich Cover-Bands: Rockin' Carbonara, Starfighters, Cover Kidds, Mee Too oder Man on the line. Letztgenannte Gruppe überbrückte am Samstagabend einen "halbseitigen" Stromausfall auf der Bühne mit Schlagzeug- und Bläsersoli.

Für den Knaller des Festwochenendes sorgte jedoch am Freitagabend ein einziger Musiker: Pete Lincoln, seit fünf Jahren Gitarrist und Sänger der Kultband Sweet, überraschte als "menschliche Musikbox". Proppenvoll war es da vor der Bühne, auch junge Leute waren begeistert. Erst nach zwei Zugaben war Schluss, viele werden diesen Auftritt als das positive Erlebnis dieses Altstadtfests in Erinnerung behalten. Wer nach dem Ende des Bühnenprogramms weiterfeiern wollte, konnte dies Samstagnacht im Brauhaus tun, wo der erste Stock zur Party-Zone wurde.

Quelle: Wetterauer Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare