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Der Naturschutzfonds will die Artenvielfalt erhalten und schützt deshalb z. B. den Lebensraum des Kiebitz.

200 000 Euro für Naturschutzfonds

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Wetteraukreis (pm). Der Naturschutzfonds Wetterau hat für 2021 einen Förderbescheid über rund 200 000 Euro vom Land Hessen erhalten. Das teilte die Grünen-Landtagsabgeordnete Kathrin Anders mit.

Die Wetterau sei Vorbild für das Ziel, ein flächendeckendes Netz aus Landschaftspflegeverbänden in Hessen zu entwickeln. Das sei ein weiterer wichtiger Schritt hin zu mehr Naturschutz, sagt Anders. Die Landschaftspflegeverbände, je zu einem Drittel mit Vertreterinnen und Vertretern aus Naturschutz, Landwirtschaft und Kommunen besetzt, seien eine tragende Säule beim Umsetzen der Biodiversitätsstrategie.

Der Naturschutzfonds Wetterau, ein eingetragener Verein, ist seit 1985 ein Partner für Landwirte, Naturschützer sowie Kommunen. Er war einer der drei Pilot-Landschaftspflegeverbände, die 2017 bis 2020 vom Land gefördert wurden und mit denen die Landesregierung die Etablierung der Verbände in Hessen startete. Ein Schwerpunkt liegt auf der Beratung von Landwirten mit dem Ziel, die Artenvielfalt zu fördern. Daneben wurden mit artenreichem Regio-Saatgut, das ausschließlich in der Region heimische Pflanzen enthält, rund 5,3 Hektar Graswege und 7,3 Hektar Feldraine zum Schutz der Arten der Feldflur angelegt. Anders: »Die Blühflächen bieten Insekten und seltenen Vogelarten wie der Grauammer in der sonst nach der Ernte ausgeräumten Agrarlandschaft ganzjährig Nahrung und Deckung.«

Mithilfe der neuen Förderung sollen die bestehenden Projekte fortgeführt und ausgebaut werden. Ab diesem Jahr ist es zum Beispiel möglich, eine gesamtbetriebliche Biodiversitätsberatung für Schäfereien beim Naturschutzfonds Wetterau anzubieten.

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